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22.03.2005

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Siemens: Handy mit virtueller Tastatur

Siemens: Handy mit virtueller Tastatur
Forscher des Elektronikkonzerns Siemens haben ein Handy mit eingebautem Projektor-System entwickelt. Das Mobiltelefon kann eine vollständige Tastatur oder das Display des Geräts auf eine Oberfläche projizieren. Mit einem besonderen Stift können Anwender anschließend auf der Tastatur schreiben oder die Telefonfunktionen bedienen.

Die Projektionseinheit sitzt auf einem seitlich angebrachten drehbaren Bügel. Als Leuchtmittel dient ein winziger Halbleiterlaser, der ein monochromes Licht aussendet. Das Display wird in Echtzeit abgebildet. Je nach Stellung des Bügels erfolgt die Projektion auf eine Oberfläche oder eine Wand. Laut Siemens können damit sogar Präsentationen oder Diashows für kleinere Gruppen gezeigt werden. In dem integrierten Stift sind ein Mikrofon und ein Lautsprecher eingebaut. Die Signale werden via Bluetooth übertragen. Ein Abstandssensor erkennt, wenn der Anwender den Stift ans Ohr hält und reduziert dann automatisch die Lautstärke.

Will der User auf der virtuellen Tastatur schreiben, muss er laut Siemens nur mit dem Stift auf die Projektion tippen. Eine Sensorautomatik erkennt via Ultraschall und Infrarot die Position des Stifts und setzt so den Startpunkt für die Messung. Zeitgleich gehen von der Spitze Ultraschallsignale aus, die an zwei Stellen im Gehäuse erfasst werden. Aus der Zeitdifferenz der Signale berechnet eine Software die exakte Position des Stifts. Derzeit existiert nur ein Demonstrationsmodell des Handys. Ob Siemens die Technik weiterentwickelt und ein entsprechendes Mobiltelefon auf den Markt bringt steht noch nicht fest.


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