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29.09.2006

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Siemens: Stellungnahme zur drohenden Insolvenz von BenQ Mobile

Siemens: Stellungnahme zur drohenden Insolvenz von BenQ Mobile
Zur drohenden Insolvenz von BenQ Mobile nimmt Klaus Kleinfeld, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG, Stellung:

"Wir sind sehr betroffen von der Entwicklung und es ist für uns unverständlich, dass BenQ Mobile in Deutschland einen Insolvenzantrag gestellt hat," so Kleinfeld.

Bei der Entscheidung im Jahre 2005 wurde besonders darauf geachtet, eine tragfähige und langfristige Lösung für die Handysparte zu finden. Für Siemens war die Weiterführung der deutschen Standorte ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung für den Käufer BenQ. Darauf aufbauend hat Siemens auch seine Zustimmung zur Markennutzung für bis zu fünf Jahre gegeben. In der Vergangenheit wurde dies nur in ausgewählten Fällen bei langfristigen Partnerschaften getan, zum Beispiel in den Joint-Ventures Fujitsu Siemens Computers oder BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH. Darüber hinaus wurden erhebliche Finanzmittel an BenQ transferiert, die beispielsweise zum Ausbau einer starken Patentbasis und zur Überführung der IT-Infrastruktur dienten.

Die momentane Situation entspricht nicht der Intention der Parteien zur langfristigen Fortführung des Handygeschäftes. Unter den gegebenen Umständen wird Siemens seine Rechtsposition gegenüber BenQ prüfen.


Die Handysparte von Siemens wurde im Oktober 2005 von BenQ übernommen. Zusätzlich würden nach offiziellen Angaben 300 Millionen Euro an BenQ gezahlt. Nach Angaben der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung liegt die tatsächliche Summe erheblich höher. Im Jahr 2005 sind 413 Millionen Euro direkt BenQ zuzurechnen. 2006 sollen insgesamt weitere 500 Millionen Euro fließen.