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02.06.2004

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Smartphones im Aufwind - Handhelds stagnieren

Smartphones im Aufwind - Handhelds stagnieren
Der Markt für Mobilgeräte entwickelt sich weiter unterschiedlich, mit einem starken Aufwärtstrend bei Highend-Handys (Smartphones bzw. Featurephones) und einer Stagnation bei Handhelds.

Nach aktuellen, von der britischen Marktforschungsgruppe Canalys veröffentlichten Zahlen wurden im ersten Quartal rund um den Globus knapp sechs Mio. Mobilgeräte verkauft. Das ist ein Plus von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Während sich allerdings der Absatz von intelligenten Handys mehr als verdoppelte, legten Handhelds lediglich um ein Prozent zu.

Die britischen Marktforscher haben in ihrer Studie Smart- und Featurephones bzw. Handhelds und mobilfunkfähige Handhelds erfasst. Auf dem Gesamtmarkt hat sich auch im ersten Quartal der finnische Handyriese Nokia behauptet, der bei intelligenten Handys 1,67 Mio. Geräte verkaufte, ein Plus von 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nokia kam damit auf einen Marktanteil von 28,2 Prozent, ein Zuwachs von fast sieben Prozentpunkten im Vergleich zum ersten Quartal 2003. Auf Platz zwei rangiert palmOne, das auf 996.000 verkaufte Geräte kam, ein Minus von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr bzw. ein Absturz bei den Marktanteilen von 26 auf knapp 17 Prozent.

Zulegen konnte dagegen Hewlett-Packard (HP) mit seinen Handhelds, das auf 578.000 verkaufte Einheiten kam, ein Plus von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ein Marktanteil von 9,7 Prozent. Einen erheblichen Zuwachs verzeichnete der kanadische Anbieter Research in Motion (RIM), der durch seine Expansion nach Europa seinen Absatz vervierfachen konnte und damit auf Platz vier kam. Abgestürzt ist dagegen mit seinen Handhelds Sony. Das japanische Unternehmen musste bei seinen Produkten einen Verkaufsrückgang von 45 Prozent auf 202.000 Einheiten hinnehmen und liegt in der aktuellen Rangliste damit auf Rang acht. Sony hat aus diesen Ergebnissen offensichtlich bereits eine erste Konsequenz gezogen und will zumindestin den USA keine neuen Modelle mehr auf den Markt bringen.

Generell hat die britische Marktforschungsgruppe teilweise stark unterschiedliche Trends je nach Region oder Produktkategorie ausgemacht. Das mache es für Anbieter auch so schwer, überall erfolgreich zu sein. "Ein Produktdesign, das etwa in den USA akzeptiert wird, kann etwa in Europa nicht so erfolgreich sein und umgekehrt", sagte Canalys-Analyst Chris Jones. Nokia etwa dominiert in Europa und den angrenzenden Regionen (Europa, Mittlerer Osten und Afrika - Region EMEA) den Markt wesentlich stärker als im Rest der Welt. Und Handhelds haben sich dank GPS-Funktionalität in der Region EMEA ebenfalls wesentlich stärker behaupten können. In Europa, dem Nahen Osten und Afrika legte der Absatz von PDAs im Berichtszeitraum um 20 Prozent zu, während er etwa in Nordamerika um 26 Prozent gesunken ist.