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Sony Ericsson Xperia Play - Das Playstation-Handy im Test
Bereits auf dem diesjährigen Mobile World Congress im Februar 2011 stellte Sony Ericsson mit dem Xperia Play ein Gerät vor, das die Funktionen einer PlayStation Portable mit einem Android-Smartphone vereint. 4phones.de hat das neue Playstation-Handy einem umfangreichen Test unterzogen.
Auf den ersten Blick sieht das wie ein etwas zu groß geratenes Business-Handy mit aufschiebbarer QWERTZ-Tastatur aus. Das Smartphone entspricht mit den Maßen von 119 mal 62 Millimetern gängigen 4-Zoll-Geräten, ist jedoch mit einer Dicke von 16 Millimetern nicht das schlankste Gerät. Mit etwa 175 Gramm gehört das Smartphone auch bereits zu den Schwergewichten.
Auf den ersten Blick sieht das wie ein etwas zu groß geratenes Business-Handy mit aufschiebbarer QWERTZ-Tastatur aus. Das Smartphone entspricht mit den Maßen von 119 mal 62 Millimetern gängigen 4-Zoll-Geräten, ist jedoch mit einer Dicke von 16 Millimetern nicht das schlankste Gerät. Mit etwa 175 Gramm gehört das Smartphone auch bereits zu den Schwergewichten.

Gamepad mit Touch-Slidern
Trotzdem liegt das Gerät angenehm in der Hand und lässt so manchen Gamer das Herz höher schlagen, wenn er zum ersten Mal das Modell aufschiebt. Die übliche vollwertige Tastatur entpuppt sich dann als ein vollwertiges Gamepad, das stark an den Playstation-Controller und an die Playstation Portable erinnert.
Die Steuertasten haben dabei einen guten spürbaren Druckpunkt. Wie gewohnt gibt es davon vier Richtungstasten sowie vier mit Symbole belegte Tasten. Statt den klassischen Analog Sticks setzt Sony Ericsson jedoch zwei Touch-Slider ein, die bei vielen Spielen recht gewöhnungsbedürftig sind. Auch zwei Schultertasten verbaut der Hersteller auf der oberen Seite des Gamepads. Für größere Hände ist jedoch die ungünstige Positionierung und der schwammige Druckpunkt bei den Schultertasten problematisch. Eine Options-, Select- und Play-Taste runden das Paket ab.

TFT-Display und Singlecore-CPU
Gutes Spielgefühl kommt bei einem kapazitiven Touchscreen mit einer Bildschirmdiagonale von vier Zoll auf jeden Fall auf. Das TFT-Display stellt 480 mal 854 Pixel bei 16,7 Millionen Farben dar. Bei schnellen Bewegungen stellt sich jedoch ein leichter Schlieren-Effekt ein. Kontrast und Farbgebung ist gut, jedoch ist die Helligkeit des Displays sehr schwach. Auch ist der Bildschirm unzureichend entspiegelt, was das Spielen bei direkter Sonneneinstrahlung fast unmöglich macht.
Als Prozessor setzt Sony Ericsson im Xperia Play eine Singlecore-CPU aus dem Hause Qualcomm mit einem Gigahertz Taktfrequenz ein und zeigt, dass ein Spiele-Handy auch ohne Mehrkern-Prozessor auskommen kann. Das Smartphone zeigte beim Test auch bei leistungshungrigen Spielen keine Geschwindigkeitsprobleme.
Der Arbeitsspeicher beträgt 512 Megabyte. Der Interne Speicher ist laut Hersteller stark abhängig von der Konfiguration, das Testgerät zeigte jedoch etwa 250 Megabyte freien Speicher an. Zusätzlich kann das Xperia Play mithilfe einer microSD-Karte um bis zu 32 Gigabyte erweitert werden, was gerade bei einem Spiele-Handy auch dringend nötig ist.

5-Megapixel-Kamera mit Defiziten
Auf der Rückseite des Xperia Play befindet sich eine 5,1-Megapixel-Kamera mit LED-Blitz. Videos werden mit maximal 800 mal 480 Pixeln im 3GP-Format aufgenommen werden. Die Bildqualität fällt jedoch nur mäßig aus. Die Farben werden zwar realistisch dargestellt, jedoch fehlt es besonders bei Landschaftsaufnahmen an Bildschärfe. Zudem wirken Außenaufnahmen leicht überbelichtet. Ein digitaler Zoom fehlt der Kamera gänzlich. Der eingebaute Blitz reicht selbst für nahe Objekte kaum aus.
Die Galerie-App des Android-Smartphones zeigt nicht nur die aufgenommenen Fotos und Videos an, sondern lädt nach einer Anmeldung bei Facebook auch die bereits hochgeladenen Bilder aus dem sozialen Netzwerk. Der integrierte Medienplayer spielt zudem viele Formate wie MP3, M4A, WAV, MID, 3GP, MP4, H.264 und H.263 ab. Die unter der Abdeckplatte versteckten Stereo-Lautsprecher zeigen ein ausgewogenes, glasklares Klangbild, das sich selbst in den Bässen besser als bei Konkurrenzprodukten durchsetzt.

Android-Gerät mit PlayStation-Shops
Als mobiles Betriebssystem setzt Sony Ericsson Google Android in der Version 2.3.2 "Gingerbread" ein und verwendet eine eigene Benutzeroberfläche, die besondere Stärken bei sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter zeigt. Spiele werden gleich über drei Shops angeboten: Im Android Market findet der Anwender weiterhin alle bekannten Android-Spiele, die lediglich über den Touchscreen bedient werden können.
Um maßgeschneiderte Spiele für das Xperia Play zu bekommen, kann der Nutzer entweder auf die App Playstation Pocket oder auf den Play Now Store zugreifen. Während auf Playstation Pocket in Deutschland zum Testzeitpunkt lediglich das kostenlose Spiel "Crash Bandicoot" bereitstand, können über Play Now zur Zeit 48 Spiele heruntergeladen werden, darunter Titel wie "Need for Speed Shift", "Assasins Creed", "Battlefield BC 2" oder "Guitar Hero".

Bislang nur wenige Spiele in Deutschland erhältlich
Die sehr geordnete Oberfläche von Play Now verweist jedoch nur auf Links zu den mobilen Webseiten einzelner Spiele-Hersteller wie EA oder Glu Mobile. Dort gibt es zumeist auch eine zeitbeschränkte kostenlose Demo-Version. Die Downloads sind zwischen 100 und 500 Megabyte groß und erfordern eine WLAN-Verbindung.
Sony Ericsson liefert bereits vier Titel kostenlos mit, nämlich "Bruce Lee: Dragon Warrior", "Fifa 10", "Star Battallion HD" und "Die Sims 3". Die Grafik-Qualität schwankt bei den Spielen stark. So wirkt "Fifa 10" etwas verpixelt. "Die Sims 3" und "Star Battallion" hingegen zeigen gute Qualität. Die Bedienung erfolgt wie gewohnt über das Gamepad, bei manchen Spielen gibt es auch eine sinnvolle Kombination aus Gamepad und Touchscreen. Auch bei den vorinstallierten Spielen muss der Nutzer noch Daten aus dem Internet laden.
Gute Konnektivität
Damit Daten mit dem Xperia Play auch flott übertragen werden kann, hat der Hersteller ein WLAN-Modul im neuesten n-Standard eingebaut. Das Quadband-Handy bietet auch sonst viele Verbindungsmöglichkeiten. So wird UMTS mit HSPA mit bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde im Downstream unterstützt.
Ein A-GPS-Empfänger kann für Navigationslösungen eingesetzt werden. Mediendaten können drahtlos über DLNA an Fernseher und Boxen versendet werden. Einzig bei der Bluetooth-Verbindung schwächelt das Gerät etwas, hier wird lediglich die Version 2.1 +EDR angeboten.

Reichlich Zubehör
Reichlich stattet Sony Ericsson auch das Zubehör des Xperia Play aus. Neben dem obligatorischen USB-Netzteil samt miniUSB-Kabel legt der Hersteller auch einen Auto-Adapter bei. Auch für den Speicher ist dank einer microSD-Karte mit einer Speicherkapazität von acht Gigabyte gesorgt.
Das mitgelieferte Headset entpuppt sich als geschlossener In-Ear-Kopfhörer mit Aufsätzen in zwei verschiedenen Größen. Der Kopfhörer überzeugt mit sehr knackigen Bässen, hat jedoch einen Hang zu überbetonten Mitten. Für den Schutz unterwegs sorgt außerdem eine eng sitzende einfache Kunstlederhülle.
Der mitgelieferte Akku mit einer Kapazität von 1.500 Milliamperestunden hält bei normaler Nutzung etwa einen Tag. In vier bis fünf Stunden ist der Akku beim durchgehenden Spielen bereits leer. Im Standby-Modus benötigte das Xperial Play etwa sechs Tage, um sich vollständig zu entleeren.

Fazit: Nur für Gelegenheits-Spieler
Wer auch unterwegs nicht auf Playstation-Spiele verzichten möchte, sollte den Kauf eines Sony Ericsson Xperia Play in Erwägung ziehen. Eingefleischte Spiele-Fans wird das Gerät jedoch nicht befriedigen, denn die Shops enthalten bislang noch zu wenige Spiele. Hier empfiehlt es sich, auf die Veröffentlichung der PlayStation Suite zu warten.
Die Smartphone-Funktionen sind hingegen sehr gelungen. Abstriche muss der Nutzer jedoch beim Display und der Kamera in Kauf nehmen. Das Sony Ericsson Xperia Play ist derzeit zu einem Straßenpreis von etwa 340 Euro ohne Vertrag in den Farben Schwarz und Weiß erhältlich.
Datenblatt und Preisvergleich Sony Xperia Play
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