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28.07.2011

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Stiftung Warentest: Viele App-Stores nur mangelhaft

Stiftung Warentest: Viele App-Stores nur mangelhaft
App-Stores erfreuen sich auf Smartphones und Tablets immer größerer Beliebtheit und auch die Verkaufszahlen sprechen für sich. Die Stiftung Warentest hat sich die Shops einmal näher angesehen und festgestellt, dass viele Anbieter insbesondere beim Service und Datenschutz schwächeln.

Mehr als 425.000 iPhone-Apps und über 100.000 iPad-Apps befinden sich derzeit im App Store von Apple. Und laut AndroidLib sollen es auch etwa 420.000 Apps in den Android-Market geschafft haben. Unzählige kostenlose und kostenpflichtige Programme für Smartphones und Tablets wurden bereits heruntergeladen - und der Boom reißt nicht ab.

Android Market gewinnt gegenüber Apple App Store



Die Stiftung Warentest prüfte zehn dieser Online-Shops auf Kundenfreundlichkeit, Benutzbarkeit, unzulässige Klauseln in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie auf Sicherheitsaspekte. Dazu gehören die App-Stores von Apple, Google, RIM, Nokia, Samsung und Microsoft. Zudem wurden auch die App-Portale Appia, Pocket Gear Deutschland, Fonpit und pdassi-envi.con überprüft.

Von allen getesteten App-Stores kam keiner über die Note "Befriedigend" hinaus. Der Nokia Ovi Store, Blackberry App World und Opera Mobile Store erreichten sogar lediglich ein "Mangelhaft". Selbst der populäre App Store von Apple erhielt nur die Testnote "Ausreichend". Die besten Bewertungen erzielte der Android Market sowie der Windows Phone Marketplace.

Datenschutz und Benutzerfreundlichkeit fehlt oft



Oft wurden die AGBs einiger Stores wegen unzulässiger Klauseln bemängelt. So behält sich Apple beispielsweise das Recht vor, die Löschung von personenbezogenen Daten abzulehnen, sofern diese "unbegründet wiederholt werden, unverhältnismäßigen Aufwand erfordern oder [..."> extrem unpraktikabel [..."> sind".

Die Hälfte der getesteten Shops könne kein ordnungsgemäßes Impressum vorweisen. Nach Meinung der Test gebe es dadurch keine einfache Möglichkeit, sich mit Beschwerden an den Vertragspartner zu wenden. Außerdem verlangen einige App Stores auch bei Cent-Beträgen die Hinterlegung von einer Kreditkarte. Zudem wurde auch kritisiert, dass viele Shops nicht ausreichend darüber informieren, auf welche Funktionen des Telefons die angebotene App zugreifen wird.

Links zum Artikel:
Stiftung Warentest (Quelle)
AndroidLib Statistik

Mirko Schubert