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25.07.2011

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Strafanzeige: Telekom soll Kunden über Jahre betrogen haben

Strafanzeige: Telekom soll Kunden über Jahre betrogen haben
In einer Vorabmeldung berichtete die Online-Ausgabe des Spiegel gestern, dass die Deutsche Telekom Kunden, Wettbewerber und Aufsichtsbehörden über mehrere Jahre betrogen haben soll. Dabei soll das Unternehmen die Kosten der Datenbankspflege sowohl auf die Kunden als auch Wettbewerber umgelegt haben.

Laut dem "Spiegel" haben Peter Wünsch und Klaus Harisch, Gründer mehrerer Auskunftsdienste, eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Bonn gegen die Deutsche Telekom erstattet. Das Telekommunikations-Unternehmen habe umlagefähige Kosten für den Aufbau und die Pflege der eigenen Kundendatenbanken doppelt abgerechnet.

Kunden tragen Kosten der Datenbankpflege mit



Dabei soll die Telekom diese Kosten auf Millionen von Kunden im so genannten Teilnehmeranschluss umgelegt haben. Die gleichen Gebühren habe das Unternehmen sich noch einmal von Wettbewerbern zahlen lassen, die auf die Daten der Telekom angewiesen sind. Die beiden Anzeigeerstatter legten als Beleg interne Zahlen des Konzerns vor, die die Deutsche Telekom zur Gebührenkontrolle bei der Bundesnetzagentur eingereicht hat. Diese seien laut Harisch und Wünsch "nachweislich fingiert".

Die beiden Anzeigeerstatter streiten sich schon über mehrere Jahre mit der Deutschen Telekom, da sie wiederholt feststellen mussten, dass viele Abrechnungen des Unternehmens fehlerhaft waren. Sie bestritten bereits mehrere Zivilverfahren. Die Telekom wurde dabei zu Rückzahlungen von insgesamt mehr als 80 Millionen Euro verurteilt.

Sollten sich die Vorwürfe der beiden Gründer bewahrheiten, ergebe sich der Verdacht auf "gewerbsmäßigen Betrugs", so der Spiegel weiter. Die Deutsche Telekom weise jedoch alle Vorwürfe zurück. Die Staatsanwaltschaft überprüfe derzeit die Anzeige.

Link zum Artikel:
Spiegel Vorabmeldung (Quelle)


Mirko Schubert

 

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