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28.09.2000

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Studie: Chancen im UMTS-Markt werden überschätzt

Studie: Chancen im UMTS-Markt werden überschätzt
Der Einstieg in die Mobilfunktechnik der Zukunft, UMTS, könnte nach einer Studie für die Telefonfirmen zu einem Milliardengrab werden. Hohe Lizenzgebühren und der Netzaufbau machten UMTS in den Startjahren "extrem unwirtschaftlich", warnt Volker Putz, Chef der Hamburger Unternehmensberatung Putz & Partner.

Nach einer Musterrechnung betragen die Einstandskosten pro Kunde auf 5.000 Mark. Basis der Prognose sind einem Bericht der "Welt am Sonntag" zufolge zu erwartende Gesamtkosten in Höhe von rund 160 Milliarden Mark. Diese setzen sich aus 100 Milliarden Mark Lizenzgebühren sowie 60 Milliarden Mark Investitionen in den Netzaufbau zusammen.

"Wenn man die Umsatz-Schätzungen der Anbieter von 250 Milliarden Mark im Jahr 2010 zu Grunde legt, ergibt dies bei 30 Millionen Kunden einen Betrag von mehr als 8.000 Mark, den der einzelne Kunde pro Jahr zum Gesamtumsatz beitragen müsste. Dies ist sehr unrealistisch", erklärte Putz. Derzeit gäben Handy-Nutzer im Jahr nur ein Achtel diese Betrages aus.

Außerdem kann sich die Einführung des UMTS-Standards deutlich verzögern. Die Technik-Lieferanten hätten Schwierigkeiten, die nötigen Teile rechtzeitig für die Tests zu liefern, heißt es im Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". So befürchte Siemens bei einigen Komponenten "eine Verzögerung von sechs Monaten". Auch Nokia, Nortel und Alcatel würden sich schwer tun, die benötigten Teile fristgemäß zur Verfügung zu stellen.