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05.06.2007

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Studie: Fast jeder zweite Mensch telefoniert mobil

Studie: Fast jeder zweite Mensch telefoniert mobil
Die Zahl der Mobilfunk-Anschlüsse wird in diesem Jahr weltweit erstmals die 3-Milliarden-Grenze überschreiten. Damit werden sich die Verträge für Handys und Prepaid-Karten innerhalb von sechs Jahren fast verdreifacht haben. Dies ergab eine Studie des europäischen Marktforschungsinstituts EITO im Auftrag des BITKOM.

Ende 2007 wird somit statistisch fast jeder zweite Mensch auf der Erde mobil telefonieren. Dabei übersteigt in manchen Industrieländern wie Italien, Schweden oder auch Deutschland dank des Trends zum Zweit- oder Dritthandy inzwischen die Zahl der Geräte die Zahl der Einwohner. Ende 2010 wird es weltweit voraussichtlich rund 3,9 Milliarden Anschlüsse geben. Dramatisch wachsen wird die Zahl der Anschlüsse vor allem außerhalb der klassischen Hightech-Regionen Europa, USA und Japan. Bereits 2005 sank der gemeinsame Anteil dieser drei Regionen an den weltweiten Mobilfunk-Anschlüssen auf unter 50 Prozent. Bis 2010 wird er auf rund 33 Prozent sinken.

Die Zahl der Verträge und Prepaid-Karten legt in Europa von 2005 bis 2010 voraussichtlich um durchschnittlich 5,6 Prozent pro Jahr von 703 Millionen auf 923 Millionen zu. In den USA steigt die Zahl im gleichen Zeitraum um durchschnittlich 5,8 Prozent pro Jahr von 206 Millionen auf 273 Millionen, in Japan um 2,8 Prozent von 92 Millionen auf 106 Millionen. Die Zahl der Mobilfunkanschlüsse in den übrigen Ländern steigt hingegen im Schnitt um 16,3 Prozent pro Jahr – von 1,22 Milliarden auf voraussichtlich 2,6 Milliarden. Das weltweite Wachstum wird in diesem Zeitraum 11,9 Prozent im Jahr betragen.

"Die Verlegung von Festnetz-Anschlüssen ist in vielen armen und abgelegenen Regionen der Erde unwirtschaftlich oder unmöglich. Dank des Handys können nun auch dort immer mehr Menschen über große Distanzen untereinander kommunizieren", sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. "Telekommunikation trägt damit zu einer nachhaltigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung in vielen ärmeren Regionen bei", so Rohleder.