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28.02.2001

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Studie: Handy beeinflusst Liebesleben

Studie: Handy beeinflusst Liebesleben
Das Handy beeinflusst das Liebesleben der Österreicher. Drei Viertel aller Mobiltelefonierer wollen nicht mehr auf diese Art der Beziehungspflege mit ihren Liebsten verzichten. Zu diesen Ergebnissen kam eine vom Mobilfunkbetreiber One in Auftrag gegebene Studie des Meinungsforschungsinstitutes Integral. "Seit es Handys gibt, müssen wir uns nicht mehr getrennt fühlen. Wir können rund um die Uhr online bleiben. Selbst wenn wir nicht telefonieren, genügt das Wissen, dass wir jederzeit in Kontakt treten können", analysierte Psychologe Walter Hoffmann anlässlich der Studienpräsentation in Wien.

Das Telefonat mit dem Handy ist demzufolge nach dem persönlichem Gespräch das mit Abstand wichtigste Kommunikationsmittel in Beziehungen: "Gestritten wird aber nach wie vor lieber face to face", so Hoffmann. Für den Großteil der Befragen ist das Handy als "Liebesbote" im Partnerkontakt unverzichtbar, während viele dem Festnetz oder E-Mails entsagen könnten. Außerdem erleichtere mobile Kommunikation den Partnerkontakt: Für 66 Prozent der Handybesitzer bringt das Handy hauptsächlich Vorteile, für rund ein Viertel fördert es sogar die Stabilität der Partnerschaft: "Man kann sich im Alltag besser und spontaner organisieren, das Handy ermöglicht Nähe zwischendurch und ist kostengünstig", ergänzte Hoffmann.

Am häufigsten verwenden Frauen, jüngere Menschen und nicht im selben Haushalt lebende Paare das Handy in der Beziehung. Eine besondere Bedeutung haben in diesem Zusammenhang auch SMS-Botschaften. Hoffmann: "Die Short Message symbolisiert Nähe und Vertraulichkeit und ist sehr schnell. Da man dem Gesprächspartner nicht direkt gegenübersteht, kann man Dinge manchmal auch persönlicher ausdrücken." Zwar seien es die Männer, die mehr SMS schreiben, aber für Frauen seien sie für die Beziehung wichtiger.

Interessante Ergebnisse im Bereich Intimität und Schamgefühl: Rund die Hälfte der Befragten gab an, dass es eher unangenehm sei, vom Partner in der Öffentlichkeit angerufen zu werden. Frauen stört es dabei weniger, vor Fremden zu telefonieren als Männer. Fazit des Psychologen: "Wir tauschen einerseits Zärtlichkeiten in aller Öffentlichkeit aus, andererseits können wir uns nicht mehr verstecken."

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