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06.04.2006

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Studie: Handynutzer stehen auf internetgestützte Dienste

Studie: Handynutzer stehen auf internetgestützte Dienste
Internetgestützte Dienste stehen in der Gunst der Mobilfunknutzer ganz weit oben, so ein zentrales Ergebnis des aktuellen Trendbarometers, das die BVDW-Fachgruppe E-Content/E-Services und das Hamburger Marktforschungsunternehmen MediaAnalyzer vorgelegt haben.

Im Mittelpunkt der Verbraucherbefragung stand dabei dieses Mal die Handynutzung. Laut Ingo Horak, stellvertretender Vorsitzender der Fachgruppe E-Content/E-Services, nutzen zwar schon viele Konsumenten die angebotenen Zusatzfeatures der neuen Handygeneration und werden den Umgang auch weiter intensivieren, aber: "Das Thema Handy-TV spielt wohl auch in der näheren Zukunft noch keine tragende Rolle."

Der Handymarkt entwickelt sich rasant. Wurden Handys zunächst nur zum Telefonieren und Versenden von SMS-Nachrichten verwendet, so hat sich der Funktionsumfang inzwischen kontinuierlich erweitert. Mobiltelefone dienen heute als Foto- und Videokamera, verfügen über Organizer, Spiele sowie Radio und MP3-Player. Auch der schnelle Internetzugang über UMTS oder HSDPA ist nun möglich. Was der Verbraucher von diesen Zusatzfunktionen hält und welche er heute und in Zukunft tatsächlich nutzt, das stand im Mittelpunkt des aktuellen Trendbarometers, das die MediaAnalyzer Software & Research GmbH im Auftrag des BVDW unter mehr als 500 Befragten Ende Februar durchgeführt hat. Die Ergebnisse liegen nun vor und sind in einem Berichtband detailliert beschrieben.

Den Befragten zufolge halten die Verbraucher eine einfache Tarifstruktur für sehr wichtig. Dementsprechend ist auch der Wunsch nach einer Flatrate vor allem für den mobilen Internetzugang groß. Zwar stößt die Zahlungsbereitschaft bei den Jüngeren bei 20 Euro im Monat an Grenzen. "Insgesamt ist jedoch jeder dritte Flatrate-Interessent bereit, monatlich mehr als 20 Euro zu investieren", kommentiert BVDW-Forscher Dr. Bernd Henning.

Die wichtigsten Features sind nach Ansicht der Befragten die Kamerafunktionen und – etwas überraschend aber technisch naheliegend – der Speicherplatz für Daten. Besondere Bedeutung kommt den internetgestützten Diensten zu. So ziehen Nutzer E-Mail-Funktionen der MMS sowie den mobilen Internetzugang dem Handy-TV vor. Der Wunsch, selber aktiv zu fotografieren, zu filmen und Videotelefonie-Funktionen zu nutzen, ist demnach größer als der Wunsch nach mobilem Fernsehen. "Viele Funktionen und Dienste weisen allerdings große Potenziale auf", betont Dr. Bernd Henning. "Unter den Noch-Nicht-Nutzern sind viele aufgeschlossene und interessierte potenzielle Kunden."

Die Einzelergebnisse der Studie geben auch Aufschluss über die Nutzungsaffinitäten in den einzelnen Altersgruppen. So sind business-relevante Funktionen wie Organizer und E-Mail gerade auch für ältere Zielgruppen von Bedeutung. Interessanterweise nutzen Frauen non-verbale Funktionen wie Organizer, E-Mail, SMS und die Texteingabehilfe ("T9") deutlich häufiger als Männer. Männern wiederum sind technische Features tendenziell etwas wichtiger als den Frauen.

Auch mobile Services wie Banking und Filme wurden im Trendbarometer abgefragt, werden aber bislang aus unterschiedlichen Gründen (Verfügbarkeit, Bedarf und Kosten) kaum genutzt. Analog zur Nutzung der angebotenen Funktionen fällt die Einschätzung der befragten Konsumenten auch hinsichtlich des Konkurrenzverhältnisses der neuen Handygeneration aus. Demzufolge sind davon am stärksten MP3-Player betroffen, am wenigsten TV-Geräte. Hinsichtlich des Bekanntheitsgrades mobiler Werbung dominiert die Werbe-SMS. Die Werbeakzeptanz steigt bei den Verbrauchern, wenn sie geldwerte Vorteile erhalten und die Kontrolle über den Datenschutz haben.