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06.10.2005

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Studie: Kein Zusammenhang zwischen Mobiltelefonieren und Tumor am Hörnerv

Studie: Kein Zusammenhang zwischen Mobiltelefonieren und Tumor am Hörnerv
Ende August wurde ein weiteres Teilergebnis der Interphone-Studie veröffentlicht, das die Resultate bisheriger Untersuchungen bestätigt: Demnach besteht kein Zusammenhang zwischen der Nutzung von Mobiltelefonen und gutartigen Tumoren am Hörnerv - so genannten Akustikneurinomen.

Insgesamt wurden sechs Fallkontrollstudien in Skandinavien und Großbritannien durchgeführt. Sie alle gelangen zum selben entwarnenden Ergebnis. Die Forscherteams stellten fest, dass regelmäßige Handynutzung - verglichen mit Nichtnutzern - kein erhöhtes Risiko mit sich bringt, an einem Hörnervtumor zu erkranken. Zudem erhöht sich das Risiko auch nicht mit zunehmender Nutzungsdauer oder Nutzungsintensität. Das gilt sowohl für die Nutzung analoger als auch digitaler Mobiltelefone. In Zusammenhang mit mobiler Telefonie gelten Akustikneurinome als wichtiger Indikator, da der Hörnerv beim Telefonieren im Allgemeinen nahe dem Mobiltelefon nahe ist.

Die Studie wurde in Großbritannien, Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden durchgeführt, alles Länder, in denen Mobiltelefone besonders früh eingeführt wurden. Die Daten wurden durch persönliche Interviews mit 678 an Akustikneurinomen erkrankten Personen und 3553 Kontrollpersonen erhoben. Die Teilnehmer wurden detailliert nach ihrem Telefonieverhalten und auch zu anderen Faktoren, die das Risiko eines Akustikneurinoms beeinflussen können, befragt. Das Risiko für einen Tumor auf der Seite des Kopfes, wo nach Angaben der untersuchten Personen das Telefon bevorzugt gehalten wurde, war bei Telefonnutzung von zehn und mehr Jahren erhöht, jedoch waren die Datenbasis für diesen Zeitabschnitt gering und die Resultate nicht klar interpretierbar. Insgesamt kommt die Studie zu dem Schluss, dass es kein substantielles Risiko für Akustikneurinome in den ersten zehn Jahren der Mobilfunknutzung gibt. Dennoch kann ein erhöhtes Risiko für längere Nutzung oder nach einer längeren Zeitperiode derzeit nicht ausgeschlossen werden.


 

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