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02.06.2004

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T-Com: DSL-Vollversorgung zu teuer

T-Com: DSL-Vollversorgung zu teuer
Die Festnetztochter der Deutschen Telekom hält es in absehbarer Zeit für unmöglich, alle deutschen Haushalte mit den schnelleren Internet-Anschlüssen auszustatten.

Das geht aus einem Schreiben von T-Com-Vorstand Achim Berg an Johannes Singhammer, Vorsitzender des Beirats der Telekom-Regulierungsbehörde, hervor. Aus Angst vor einer digitalen Spaltung Deutschlands hatte der CSU-Bundestagsabgeordnete alle Festnetz-Gesellschaften aufgefordert, Vorschläge für eine schnelle flächendeckende Versorgung mit DSL-Anschlüssen zu unterbreiten, berichtet die Wirtschaftswoche.

Derzeit gibt es nach Telekom-Angaben DSL-Technik nur in 6.315 von 7.904 Anschlussbereichen. Sie ist damit nur für rund 30 der 34 Millionen Telekomanschlüsse (90 Prozent) nutzbar.

Technisch sei es zwar möglich, alle Telefonanschlüsse in schnelle DSL-Anschlüsse umzuwandeln, schreibt das Blatt weiter. Doch "Investitionen in Milliardenhöhe in die bestehenden Telefonnetze kann sich T-Com in der gegenwärtigen wirtschaftlichen und regulatorischen Situation nicht leisten", so Berg. Rund zwei Millionen Anschlüsse liegen laut Telekom in Regionen mit so geringem Nachfragepotenzial, dass die "notwendigen Investitionen in keinem Verhältnis zu den möglichen Einnahmen stehen". Weitere 1,8 Millionen Telefonkunden, überwiegend in Ostdeutschland, müssen auf DSL verzichten, weil die Deutsche Telekom dort Anfang der 90-er Jahre im großen Stil Glasfaserkabel verlegte, die für die DSL-Technik ungeeignet sind.


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