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14.05.2001

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Talkline: Keine Zusammenschaltung mit Telekom-DSL-Netz

Talkline: Keine Zusammenschaltung mit Telekom-DSL-Netz
Die Telekom ist auch weiterhin nicht dazu verpflichtet, ihr DSL-Netz den Konkurrenten zur Verfügung zu stellen. Das hat die Telekom-Regulierungsbehörde entschieden und damit einen entsprechenden Antrag des Telefon-Unternehmens Talkline abgelehnt. Begründung: Für die Mitnutzung des schnellen Internet-Netzes durch andere Anbieter müsste die Telekom technische Veränderungen vornehmen, wozu sie aber nicht verpflichtet sei.

Talkline sieht in der Entscheidung eine Festschreibung der faktischen Monopolstellung der Deutschen Telekom. Leidtragender sei der Verbraucher. Man prüfe daher geeignete Schritte gegen die Regulierungsbehörde auf nationaler und internationaler Ebene.

Die Telekom nutze ihr Monopol über die Hausanschlüsse, "um in einer Art Zangenwirkung auch das Monopol über den Transport und die Gestaltung des Hochgeschwindigkeits-Internetverkehrs für den normalen Verbraucher zu erlangen", kritisierte Talkline-Geschäftsführer Frank Schubert. Die Kunden würden mit Dumping-Angeboten in das T-DSL-Netz gelockt, während die Telekom dieses Netz gleichzeitig gegen Wettbewerb abschotte, indem sie das T-DSL-Angebot ausschließlich für T-Online konzipiert habe.