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02.05.2001

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Telefonier-Verbot im Auto wird kaum beachtet

Telefonier-Verbot im Auto wird kaum beachtet
Weil das seit Anfang Februar geltende und seit Anfang April unter Strafe stehende Telefonier-Verbot im Auto kaum beachtet wird, sollen Verstöße künftig schärfer geahndet werden. Das jedenfalls fordern mehrere Landes-Innenminister.

"Seit Inkrafttreten des Handyverbots am Steuer haben wir bei den meisten Autofahrern leider keine Verhaltens-Veränderung festgestellt", sagte Sachsen-Anhalts Innenminister, Manfred Püchel (SPD), der Bild am Sonntag. Allein in Sachsen-Anhalt habe die Polizei bisher rund 750 Verwarnungsgelder ausgestellt.

Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) fordert sogar härtere Strafen für Handy-Sünder. "Wenn sich aber nichts ändert, müssen wir Konsequenzen ziehen. Das kann eine Erhöhung der Geldbuße und ein Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei sein."

Fruchte der Vernunft-Appell nicht, müssten Verstöße gegen das Handy-Verbot sowohl mit einem erhöhten Bußgeld als auch mit einem Punkt in Flensburg bestraft werden, erklärte auch Schleswig-Holsteins Innenminister Klaus Buß (SPD).

Bisher wird ein Strafgeld fällig: Autofahrer zahlen 60 und Radfahrer 30 Mark.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hingegen hält das Handy-Verbot für eine Fehlkonstruktion. "Die Autofahrer gehen davon aus, dass nur ein geringes Risiko besteht, erwischt zu werden", sagte GdP-Chef Konrad Freiberg. Selbst wenn die Strafen erhöht werden sollten, würden viele weiterhin ohne Freisprecheinrichtung telefonieren Im Übrigen hätten die Polizeibeamten ohnehin keine Zeit, sich auch noch um Falsch-Telefonierer zu kümmern.

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