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11.12.2000

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Telefonsex: Gebühren trotz Sittenwidrigkeit nicht automatisch erstattet

Telefonsex: Gebühren trotz Sittenwidrigkeit nicht automatisch erstattet
Obwohl Telefonsex in mehreren Gerichtsurteilen als sittenwidrig eingestuft wurde, können die lüsternen Telefonkunden die bereits abgebuchten Telefonkosten nicht wieder zurückverlangen. Das hat das Landgericht Bonn (AZ: 5 S 110/2000) entschieden.

In dem Urteil wird zur Begründung auf eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs von 1998 verwiesen. Danach können die Anbieter von Telefonsex ihre Gebühren zwar nicht einklagen, weil der Dienst grundsätzlich als sittenwidrig anzusehen ist. Allerdings könne der Kunden die per Einzugsermächtigung abgebuchten Gebühren, die die Telekom im Auftrag des Sex-Anbieters kassiert habe, auch nicht mehr zurückverlangen. Dabei lehnten die Richter ausdrücklich die Argumentation des Klägers ab, er habe die Abbuchung nicht verhindert, weil er gelbaubt habe, die Telekom unterstütze solche Dienste nicht. Generell hieß es, dass nicht nur das Sex-Angebot, sondern auch das Verhalten des Telefonkunden unter Sittenwidrigkeit falle.

 

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