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30.09.2001

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Telekom: Schadenersatz-Klagen drohen

Telekom: Schadenersatz-Klagen drohen
Rollt auf die Deutsche Telekom eine Klage-Welle zu? Vor dem Hintergrund der gewonnenen Klage wegen Spekulationsverlusten eines Kleinaktinonärs gegen Infomatec sind nun auch Klagen gegen die Telekom wieder im Gespräch. Bei dem Urteil gegen Infomatec (Az: 3O 4995/00) erhielt der Kläger Schadenersatz in Höhe von 90.945,70 Mark zugesprochen, weil es das Gericht als erwiesen ansah, dass der Kläger nur aufgrund einer Meldung über einen Großauftrag des Software-Unternehmens Aktien gekauft hatte. diese Meldung war erwiesenermaßen falsch. "Das wird der Anfang einer großen Klagewelle sein", zitiert "Bild am Sonntag" den Siegeranwalt Klaus Rotter. Im Auftrag von Kleinaktionären will der Münchner Rechtsbeistand nun Schadenersatz von der Telekom verlangen. Dabei will er bei den umstrittenen Immobilienbewertungen ansetzen. Jahrelang seien Grundstücke und Häuser viel zu hoch bewertet worden, und mussten im Februar dieses Jahres um vier Milliarden Mark abgewertet werden. Damit habe der Konzern gegen Paragraph 826 des Bürgerlichen Gsetzbuches verstoßen, argumentiert der Anwalt. Dort heißt es: "Wer in einer gegen die guten Sitten verstoßenden Art und Weise einem anderen vorsätzlich Schaden zufügt, ist schadenersazpflichtig." Eine bewusst zurückgehaltene Information zähle auf jeden Fall dazu. Der Anwalt rät: Wenn ein Anleger glaubhaft machen könne, dass er mit Kenntnis der Fehlbewertung die Aktie nicht gekauft hätte, sollte er klagen.