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19.11.2000

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Telekom: T-DSL soll bis Ende 2001 nahezu flächendeckend sein

Telekom: T-DSL soll bis Ende 2001 nahezu flächendeckend sein
Die Deutsche Telekom will den Ausbau der T-DSL-Technik in Deutschland weiter vorantreiben. Bis Ende nächsten Jahres werde sie rund 90 Prozent aller Haushalte in Deutschland Highspeed-Verbindungen ins Internet anbieten können, sagte in der vergangenen Woche der Vorstand Technik, Netze, Einkauf und Umweltschutz, Gerd Tenzer, in einer Presseerklärung. Investiert würden dafür rund 2 Milliarden Mark. Derzeit habe man rund 400.000 Anschlüsse vermarktet. Davon seien vor allem wegen Lieferengpässen aber erst ein Drittel geschaltet. Dies habe zu einem Auftragsstau geführt.

Vor allem den Internet-Pauschaltarif will die Telekom in Zukunft via T-DSL anbieten. Insbesondere im Hinblick auf den geplanten DSL-Ausbau wehrt sich der Ex-Monopolist mit Händen und Füßen gegen die nun von der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) in der vergangenen Woche beschlossene, so genannte Großhandelsflatrate, die auch für analoge und ISDN-Anschlüsse gelten soll. Es wird behauptet, die vielen zusätzlichen Einwahlverbindungen würden das herkömmliche Telefonnetz überlasten.

Allerdings ist es angesichts der derzeit auftretenden großen Verzögerung bei der Aktivierung neuer T-DSL-Anschlüsse sehr fraglich, ob die Telekom wirklich bis Ende nächsten Jahres nahezu flächendeckend den schnellen Internet-Zugang anbieten kann.

Aber selbst dann, wenn eine Region versorgt ist und auch gerade freie DSL-Ports in der Vermittlungsstelle sind, bekommt nicht jeder T-DSL: Vor allem in ländlichen Regionen kommt es vor, dass die Wege von der Vermittlungsstelle zu den Wohnungen zu weit oder in zu schlechtem Zustand sind, so dass die DSL-Technik nicht funktioniert. An anderer Stelle können nur zwei von zehn Wohnungen eines Hauses mit T-DSL versorgt werden, da ansonsten Störungen im Telefonnetz befürchtet werden.

Daher ist die Telekom in der Pflicht. Mit dem Hinweis auf T-DSL die Analog- oder ISDN-Flatrate abzulehnen, ist zu billig. Mindestens denjenigen, für die T-DSL nicht kurzfristig verfügbar ist, muss eine herkömmliche Flatrate angeboten werden. Und auch bei DSL muss die Telekom den Providern eine Art Interconnect anbieten, so dass die DSL-Anbindung nicht zwangsläufig auf die IP-Plattform der Telekom/T-Online führt, sondern dass genauso gut der Anschluss an einen anderen Provider der Wahl über DSL möglich ist. Denn andernfalls ist in ein paar Jahren der Provider-Markt platt.

 

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