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27.10.2000

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Telekom muss in Werbung Preis für Auskunft nennen

Telekom muss in Werbung Preis für Auskunft nennen
Die Deutsche Telekom muss künftig in der Werbung für ihren Auskunftsdienst (1 18 33) klare Angaben zum Preis machen. Das bisherige Verfahren, bei dem zwar die Auskunft angepriesen, aber nicht der Preis genannt wurde, entspricht nach Auffassung des Bonner Landgerichts nicht der Preisangaben-Verordnung. Der Verbraucherschutz-Verein Berlin hatte gegen den Telefonriesen geklagt, weil sich immer mehr Telefonkunden über die hohen Auskunftsgebühren beschwert hatten.

Nach Ansicht der Verbraucherschützer werden die Telefonkunden zumeist von den Kosten in Höhe von fast zwei Mark je Auskunftsminute überrascht. Weil die Deutsche Telekom ihre Werbung als ein klares Angebot an die Kundschaft nutze, so der Anwalt des Berliner Verbraucherschutzvereins, Volker Christ, sei sie auch dazu verpflichtet, den Preis für den Dienst zu nennen. Mit einem Sternchenhinweis müssten die Kunden auf die hohen Kosten einer Nachfrage bei der Telefonauskunft aufmerksam gemacht werden.

Die Bonner Richter folgten dieser Auffassung und sprachen sich für mehr Transparenz der Auskunftspreise aus. Noch wird es aber eine Zeitlang dauern, bis die Telekom-Kunden in der Werbung genau erfahren, wie teuer die Auskunft tatsächlich ist. Der Telefonkonzern prüft derzeit, ob er gegen den Richterspruch Berufung einlegen wird. (AZ 11060/00)

 

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