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16.02.2006

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Telekommunikations-Anbieter gehen mit neuen Marken auf Kundenfang

Telekommunikations-Anbieter gehen mit neuen Marken auf Kundenfang
Rund 45 Prozent der Telekommunikationsanbieter wollen mit zusätzlichen Marken neue Kunden gewinnen. Dabei setzen sie insbesondere auf Kooperationen mit Handelskonzernen und TV-Sendern. Unter deren Markennamen können interessante Kundengruppen wie beispielsweise Senioren besser erreicht werden. Das ergibt die aktuelle Untersuchung "TELCO Trend" der Unternehmensgruppe Steria Mummert Consulting.

Die angestrebte Zusammenarbeit ermöglicht es den Telco-Unternehmen darüber hinaus, ihre Kosten für die Neukundengewinnung zu senken. Investitionen in teures Zielgruppenmarketing werden verringert und das Kerngeschäft gestärkt. Zudem sollen neue Eigenmarken für höhere Umsätze sorgen. Knapp 42 Prozent der befragten Anbieter setzen dabei auf transparente Preise wie Flatrate-Angebote für Telefon und das mobile Internet. "Eine Mehrmarkenstrategie ermöglicht, schwer erreichbare Verbraucher anzusprechen. Der Vorteil ist, dass das eigene Image durch die neue Marke nicht beeinflusst wird", erklärte der Telekommunikationsexperte Bernd Janke von der Unternehmensberatung Steria Mummert Consulting.

Neben dem Neukundengeschäft wollen sich zwei von fünf Telekommunikationsentscheidern verstärkt um die Zufriedenheit ihrer Kunden kümmern. Für Unmut sorgen derzeit etwa Geschäftsmodelle, die die bestehende Klientel benachteiligen. So werden günstige Angebotspakete geschnürt, die nur Neukunden zur Verfügung stehen und von Vertragskunden nicht abgeschlossen werden können. In der Folge wandern treue Kunden ab. Fazit: Nur Unternehmen, die den Dreiklang Kundenservice, Markenstrategie und Preis beherrschen, sichern sich mittel- bis langfristig ihren Erfolg.