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16.05.2008

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Telekommunikationsmarkt 2012: Datenvolumen steigt stark, Margen sinken

Telekommunikationsmarkt 2012: Datenvolumen steigt stark, Margen sinken
Die laufende Konsolidierung der deutschen und europäischen Telekommunikationsindustrie nimmt bis 2012 erheblich an Fahrt auf. Das durchschnittliche Umsatzwachstum im noch margenstarken aber weitgehend gesättigten Markt für Sprach- und Datentransportdienste nimmt dagegen weiter ab. Preisverfall und Flatrate-Angebote für Bandbreiten von >50MB/Sek. führen zwar zu massiv steigenden Datenvolumina im Massenmarkt.

Der verschärfte Wettbewerb zwischen etablierten Festnetz- und Mobilfunkanbietern, Kabelnetzbetreibern und Resellern um dieselben Kunden könnte aber einen drastischen Verfall der Gesamtmarge im Markt für Transportdienste von bis zu 25% verursachen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Strategieberatung Booz Allen Hamilton.

Der deutsche Kunde telefoniert bereits zunehmend mobil und erwartet von seinen Anbietern überall schnelle Internetzugänge zu Festpreisen. Der Bandbreitenbedarf der Datenübertragung wird sich daher voraussichtlich in den kommenden Jahren verzehnfachen – das mobile Internet entwickelt sich zum integralen Bestandteil des täglichen Lebens. "Der Bedarf an digitalen Diensten wie beispielsweise eCommerce, Bezahldienste im Internet oder werbefinanzierte Angebote steigt weiter dramatisch", so Stefan Eikelmann, Telekommunikationsexperte und Sprecher der deutschen Geschäftsführung von Booz Allen Hamilton.

Der Kundenanforderung nach höherer Leistung zu sinkenden Festpreisen können deutsche und europäische Telekommunikationsanbieter nur durch eine konsequente Konsolidierung und Effizienzsteigerungen im Zugangsgeschäft begegnen. Langfristig werden sich auf dem deutschen Markt nur drei Telekommunikations-Riesen mit integrierter, flächendeckender, breitbandiger Multi-Access-Infrastruktur (Fest- und Mobilfunknetz) und jeweils mindestens 25% Marktanteil durchsetzen. "Durch die Synergien und Skaleneffekte können diese Unternehmen sämtliche Kundensegmente umfassend bedienen und dennoch ihre Fix-kosten deutlich verringern. Größenvorteile sind auch bei der Erschließung des wachsenden Geschäfts mit digitalen Diensten und Inhalten wie z.B. DigitalTV, Portale erfolgskritisch", so Eikelmann weiter. "Wer die Komplexität der Integration und Konsolidierung als erster bewältigt, sichert sich einen langfristigen Wettbewerbsvorteil."

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