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19.06.2003

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UMTS-Netztests sind derzeit unseriös

UMTS-Netztests sind derzeit unseriös
UMTS kommt langsam, aber sicher in Fahrt: "Bis Jahresende rechnen wir mit 20 kommerziell gestarteten Netzwerken weltweit.

Zudem werden dann voraussichtlich etwa zehn UMTS-Handys unterschiedlicher Hersteller erhältlich sein", sagte René Svendsen-Tune, Senior Vice President Marketing and Sales bei Nokia Networks, in Helsinki im Rahmen einer Presseveranstaltung gegenüber dem Telekommunikationsmagazin connect. Nokias erstes UMTS-Handy, das Nokia 6650, wird zurzeit an erste Kunden ausgeliefert.

Bis das Geschäft mit UMTS-Handys ein Massenmarkt ist, wird allerdings ein weiteres Jahr vergehen. Insgesamt läuft der Start von UMTS langsamer ab, als man sich dies vorgestellt habe, räumten Vertreter des Nokia-Top-Managements ein.

Derzeit sind die Netzbetreiber in Deutschland damit beschäftigt, ihre Netze weiter auszubauen und zu optimieren. Ein kommerzieller Betrieb ist in den nächsten Wochen und Monaten noch nicht in Sicht: Anzahl und Ausrichtung der UMTS-Antennen sind gegenwertig in noch keinem der neuen Netze final abgestimmt, so dass auch jegliche Tests von UMTS-Netzen derzeit jeder seriösen Grundlage entbehren. Zwar führt connect bereits seit mehreren Monaten Testtelefonate im In- und Ausland, begleitet den Netzaufbau mit Reportagen vor Ort und nutzt die Datenübertragung mit Notebook und UMTS - doch: "Von UMTS-Netztests zu sprechen, grenzt zum jetzigen Zeitpunkt an eine Irreführung der Öffentlichkeit. Die Netze, das haben die Praxisversuche ergeben, sind noch nicht so weit, als dass man reproduzierbare Aussagen zu deren Qualität machen kann", bezieht Bernhard Jodeleit, Ressortleiter Handy bei connect, Stellung zu aktuellen Zeitungsberichten.

Sehr wohl zu beurteilen ist jedoch die Qualität der ersten, im Ausland schon käuflich erhältlichen UMTS-Handys: Die ersten verfügbaren Vertreter ihrer Spezies erhielten nur mittelmäßige Zensuren: "ausreichend" für das Siemens U10 und das e606 von NEC, wobei vor allem die mäßige Akku-Ausdauer (je ca. 64 Stunden Standby-Zeit im UMTS-Netz) den Ausschlag gab.