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02.08.2002

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UMTS: Streit um freie Lizenz

UMTS: Streit um freie Lizenz
Nach der Pleite von Quam sorgen sich die verbliebenen Besitzer einer UMTS-Lizenz um einen möglichen Neueinsteiger in den deutschen Markt.

Für den Fall, dass Quam die Lizenz zurück gibt, sprechen sich alle Netzbetreiber daher einstimmig dafür aus, dass die Frequenzen unter den übrigen Lizenzinhabern versteigert oder verkauft werden.

In der vergangenen Woche hatte Quam sein Mobilfunkgeschäft vorläufig eingestellt. Experten wie der ehemalige Chef der Regulierungsbehörde Klaus-Dieter Scheurle glauben, dass Quam sich ganz aus dem Geschäft zurückziehen und seine Lizenz zurückgeben wird.

Die Regulierungsbehörde hat nach Angaben eines Sprechers noch nicht entschieden, wie sie mit einer zurückgegebenen Lizenz verfahren wird. Chef Matthias Kurth betont immer wieder, dass man die Regeln für die UMTS-Lizenz nicht ändern werde. Theoretisch könnte er die Lizenz öffentlich versteigern. Somit könnte jeder Telefonkonzern in den deutschen Markt eintreten.

Genau das versuchen die alt eingesessenen Netzbetreiber aber nun zu verhindern, denn sie wissen: Für einen neuen Konkurrenten wäre der Zutritt zum deutschen Markt damit zu erheblich günstigeren Bedingungen zu haben, da die UMTS-Lizenz derzeit nach Ansicht der Branche sehr viel weniger wert ist als noch vor zwei Jahren. Die Frage ist hoch brisant und wird in den kommenden Monaten die Regulierer Europas beschäftigen.

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