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21.12.2011

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USA: Telekom-Deal mit AT&T geplatzt

USA: Telekom-Deal mit AT&T geplatzt
Der Verkauf der T-Mobile USA an den amerikanischen Telefon-Riesen AT&T ist gescheitert. Beide Unternehmen sind sich einig, dass der umfassende Widerstand des amerikanischen Justizministeriums (DoJ) sowie der Aufsichtsbehörde für den Telekommunikationsmarkt FCC eine Durchsetzung der Transaktion immer weniger wahrscheinlich erscheinen ließen.

Als Folge wird AT&T die in dem Vertrag zwischen beiden Unternehmen am 20. März 2011 vereinbarte Ausfallzahlung an die Deutsche Telekom leisten. Sie ist eine der höchsten jemals weltweit zwischen zwei Unternehmen vereinbarten Zahlungen für die Auflösung eines Kaufvertrages. Sie umfasst eine Barzahlung von 3 Mrd. US-Dollar an die Deutsche Telekom. Darüber hinaus beinhaltet sie zugunsten der T-Mobile USA ein umfangreiches Paket aus Mobilfunk-Frequenzen sowie eine mehrjährige Vereinbarung über UMTS-Roaming innerhalb der USA.

Die UMTS-Roaming-Vereinbarung für die USA mit einer Laufzeit von mehr als sieben Jahren zugunsten T-Mobile USA ermöglicht dem Unternehmen künftig eine deutlich breitere Abdeckung der Bevölkerung und bessere Versorgung der Kunden mit breitbandigen Mobilfunkdiensten.

Jetzt muss der Vorstandsvorsitzende der Telekom René Obermann neue Wege für den Umbau des Unternehmens finden. Durch das fehlende Geld aus den USA sind Investitionen in Deutschland in Gefahr. Ohne diese würde die Telekom allerdings Marktanteile im DSL- und Mobilfunk-Geschäft verlieren. Bei der Dividende sollen keine Abstriche gemacht werden und ein massiver Stellenabbau scheint durch den hohen Anteil des Staates nicht realistisch. Wahrscheinlich ist der Verkauf von Tochter-Firmen in Südost-Europa.

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