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28.12.2000

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US-Gerichte klagen Vodafone wegen Hirnschäden

US-Gerichte klagen Vodafone wegen Hirnschäden
Der britische Mobilfunkanbieter Vodafone gerät durch Klagen von US-Anwälten unter Druck. Streitpunkte sind angebliche Hirnschäden einer ungenannten Zahl von Handyusern. Der Anwalt Peter Angelos hat zehn Prozesse eingeleitet, berichtet Sky News Donnerstagmorgen.

Der Advokat führt an, Strahlungen der Mobiltelefone hätten die Hirnschäden seiner Klienten verursacht. Sollte den Klagen stattgegeben und Vodafone zu Entschädigungszahlungen verurteilt werden, könnten auch in Großbritannien ähnliche Prozesse angestrebt werden. Ein Unternehmenssprecher hat sich unterdessen auf die aktuellsten Forschungsergebnisse (Stewart Report) berufen, die gezeigt hätten, dass Handys sicher sind.

Angelos, der kürzlich in einem Prozess gegen Tabakfirmen Zahlungen in der Höhe von drei Mrd. Pfund erwirkt hatte, erklärte, dass er Schadenersatz für die Schmerzen von Gehirntumor-Patienten und deren Einkommensverluste einklagt. Der Rechtsstreit wird auch für Familien, deren Angehörige bereits verstorben sind, durchgefochten.

Angelos Kollege John A. Pica erklärte, dass die Mobilfunkbetreiber hart bestraft werden sollten, wenn sie über die Gefahren der Handystrahlung Bescheid wissen. Er räumte ein, dass es dabei auch um die Profite in Milliardenhöhe gehe. Welche Zahlungen als Schadenersatz zu erwarten sind, wollte Pica nicht kommentieren. Das hänge auch von den Gesetzen in den jeweiligen Bundesstaaten ab.

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