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09.11.2001

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Unerwarteter Erfolg für Iridium durch Terroranschläge

Unerwarteter Erfolg für Iridium durch Terroranschläge
Die Terroranschläge in den USA haben offensichtlich dem extrem teuren Satelliten-Handy-Dienst Iridium zu einem ungeahnten Erfolg verholfen. Die Auffanggesellschaft des vor den Anschlägen in Konkurs gegangenen Unternehmens verzeichnet eine steigende Nachfrage, berichtet der Informationsdienst CNet. Das Gesprächsvolumen der bisherigen Kunden habe zugenommen und es würden verstärkt neue Interessenten an Iridium herantreten, sagte der Geschäftsführer von Quadrant Australia, Carlton Jennings. Das Unternehmen ist Teil der Auffanggesellschaft, die die Reste des Iridium-Satellitennetzwerks, das mehr als fünf Mrd. Euro wert sein soll, für 25 Mio. Euro aufkaufte. Insbesondere in New York ist in der Nähe des zerstörten World Trade Center-Komplexes nach den Worten von Jennings eine Zone entstanden, in der Handy-Telefonie fast unmöglich ist. Die für den Bereich notwendigen Antennen waren auf dem Dach eines der eingestürzten Zwillingstürme installiert. Steigende Nachfrage nach dem antennenunabhängigen Iridium-System verzeichnet das Unternehmen auch aus dem Umfeld des Pentagon. Hier könnte das Interesse allerdings auch mit dem Rahmenvertrag zusammenhängen, den das Verteidigungsministerium mit Iridium geschlossen hat. Für umgerechnet knapp 75 Mio. Euro rüstet Iridium die 20.000 Mitarbeiter des Pentagon mit satellitengestützten Handys aus. Nach den Worten von Jennings hat die Iridium-Auffanggesellschaft vor wenigen Tagen den Satelliten-Telefondienst offiziell wieder aufgenommen. Die derzeit abgedeckte Fläche reiche von Pakistan im Osten bis westlich von Chile. Die Telefone kosten jetzt noch umgerechnet knapp 1.500 statt bisher fast 3.500 Mark. Die Gesprächsminute ist für umgerechnet 1,50 Mark statt bisher für bis zu 14 Mark zu haben.