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16.10.2007

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VATM: Zahl der Mobilfunkverträge steigt 2008 auf über 100 Millionen

VATM: Zahl der Mobilfunkverträge steigt 2008 auf über 100 Millionen
Die Umsätze mit Telekommunikationsdiensten in Deutschland werden sich 2007 auf 63,4 Milliarden Euro belaufen. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem leichten Rückgang um 2,8 Prozent, der trotz des weiteren Wachstums bei den Verbindungsminuten in Festnetz und Mobilfunk im Wesentlichen auf den wettbewerbsbedingten Preisverfall zurückzuführen ist.

Treiber beim Mengenwachstum waren vor allem Breitbandanschlüsse im Festnetz und der Mobilfunk. Dies geht aus der von VATM und Dialog Consult GmbH vorgestellten TK-Marktstudie hervor.

Um 30 Prozent auf 202 Millionen Verbindungsminuten pro Tag nimmt die Mobilfunknutzung in diesem Jahr wiederum deutlich schneller zu als das Wachstum des Verkehrsvolumens im Festnetz. Zum Jahresende wird es 96,4 Millionen Mobilfunkverträge geben, das entspricht einer Marktpenetration von rund 117 Prozent. Marktführer im Mobilfunk sind weiterhin Vodafone und T-Mobile mit Marktanteilen von 30,1 beziehungsweise 27,7 Prozent, die Service Provider kommen zusammen auf 18,9 Prozent.

Verbraucher telefonieren mit ihren Mobiltelefonen am meisten ins Festnetz (36,7 Prozent aller Verbindungsminuten), gefolgt vom eigenen Mobilfunknetz (31,1 Prozent). Ein Viertel aller Handy-Telefonate geht in fremde Mobilfunknetze. Der Non-Voice-Anteil an den Umsätzen im Mobilfunk wächst 2007 im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozent. Während der Anteil von SMS und MMS weitestgehend konstant bleibt, ist der Umsatzanstieg der mobilen Nutzung von Datendiensten zuzuschreiben.

Für das Jahr 2008 ist Professor Torsten Gerpott, der die Marktstudie wie in den Vorjahren mit der Dialog Consult GmbH im Auftrag des VATM durchgeführt hat, verhalten optimistisch: "Auf der Basis der derzeit aus der Branche vorliegenden Informationen und Einschätzungen dürfte der Breitband-Boom auch im kommenden Jahr weitergehen - wenn auch nicht unbedingt mit der gleichen Dynamik wie bisher. Bei der Anzahl der Mobilfunkverträge sollte 2008 die 100-Millionen-Schallmauer durchbrochen werden."

Mit Sorge betrachtet Andreas Walter, Geschäftsführer von Dialog Consult und Mitautor der Studie die nach wie vor marktbeherrschende Stellung der Deutschen Telekom im Festnetzbereich in Verbindung mit den aktuellen Vorschlägen aus Brüssel: "Volkswirtschaftlich betrachtet wäre angesichts der Marktsituation die Herausnahme nicht nur der Endkundenmärkte, sondern auch wichtiger Vorleistungsmärkte aus einer ex-ante-Regulierung ein gefährlicher Schritt zurück in überkommen geglaubte Monopolstrukturen. Gerade die für alle Industriestaaten lebenswichtige Breitbandversorgung ist nur im Wettbewerb gewährleistet. Hier muss die Regulierung handlungsfähig bleiben, um den Wettbewerb zu sichern."


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