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26.09.2005

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Ver.di: Widerstand gegen Stellenabbau bei T-Com

Ver.di: Widerstand gegen Stellenabbau bei T-Com
Der laut Medienberichten geplante umfangreiche Abbau von angeblich bis zu 45.000 Stellen bei der Festnetzsparte der Deutschen Telekom, T-Com, innerhalb der nächsten drei Jahre wird auf den entschiedenen Widerstand der Beschäftigten und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) treffen.

"Damit würde fast jeder zweite Arbeitsplatz bei der T-Com gestrichen. Das ist eine Kampfansage an die Beschäftigten. So etwas machen wir nicht mit", sagte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Franz Treml.

Es sei für die Telekom ein ungeheuerlicher Vorgang, dass die Arbeitnehmer solche Ankündigungen aus der Presse erfahren. Weder in Gesprächen mit dem Management noch in Verhandlungen mit ver.di seien diese Horrorzahlen genannt worden, betonte Treml.

Auch sei es äußerst irritierend, wenn T-Com-Vorstand Walter Raizner behaupte, die Festnetzsparte drohe ein Sanierungsfall zu werden. "Diese Aussage entbehrt jeglicher betriebswirtschaftlicher Grundlage", sagte Treml. Wer so rede, schade dem Unternehmen.

Stattdessen müsse sich das Management unter Führung von Walter Raizner fragen lassen, was er und seine Führungskräfte in den letzten Monaten getan hätten, um den Kundenabwanderungen und den Umsatzrückgängen zu begegnen. "Die Rahmenbedingungen aufgrund der Regulierung sind seit langem bekannt. Offenbar hat das zuständige Management einiges verschlafen", kritisierte Treml. Anstatt mit Interviews weitere Unruhe in die Belegschaft zu tragen, solle Herr Raizner seinen Job machen und die verlorengegangenen Marktanteile zurückgewinnen.

Es gelte nun, attraktive Produkte, Dienste und Dienstleistungen auf den Markt zu bringen sowie den Beschäftigten Perspektiven aufzuzeigen. Die von den Kunden verlangte Qualität sei nur mit den vorhandenen Beschäftigten und nicht mit einer Halbierung der Belegschaft zu erreichen. "Der Abbau von 120.000 Stellen bei der T-Com in den letzten zehn Jahren sowie teilweise unsinnige Umorganisationen zerstören die Potenziale der Belegschaft, vernichten Wissen und Motivation. Damit muss jetzt endlich Schluss sein", appellierte Treml.