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15.03.2002

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Viag Interkom: Business-Handheld mit GPRS

Viag Interkom: Business-Handheld mit GPRS
Bereits unter dem künftigen Firmennamen O-2 hat der Münchner Mobilnetz-Betreiber auf der Cebit in Hannover den einen PDA mit der Bezeichnung Blackberry vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein GPRS-Gerät, mit dem man nicht nur äußerst komfortabel von unterwegs E-Mails versenden und empfangen, sondern auch telefonieren, Kurznachrichten verschicken, seine Termine verwalten und ein ausführliches Notiz- und Adressbuch führen kann. Der PDA funktioniert allerdings nur mit einer Sim-Karte von Viag, funkt dafür aber wegen des Roaming-Vertrags mit T-Mobile nahezu flächendeckend in ganz Deutschland. Zudem geht das Gerät derzeit auch in Irland, Großbritannien und Holland an den Start. Mit Blackberry können Geschäftskunden mobil auf ihre Firmen-E-Mails zugreifen. Das funktioniert sowohl mit Microsoft Exchange als auch mit Lotus Domino. Die Geräte können einfach in das E-Mail-System des jeweiligen Unternehmens integriert werden. Leider ist dann auch nur die E-Mail-Adresse der Firma verwendbar. Andere Accounts können nicht angelegt werden. Dafür sendet und empfängt das Gerät dank der GPRS-Technologie recht zügig und sparsam, da ja nur die jeweils übermitelte Datenmenge abgerechnet wird. Eine ständige Neueinwahl zum Senden und Empfangen von Mails entfällt also. Für Firmen dürfte noch die durchgehende Verschlüsselung mit Triple DES interessant sein. Das Gerät verfügt über eine Speicherkapazität von acht MB Flash Memory zuzüglich ein MB SRAM. Mit seinen Maßen von 11,7 x 7,85 x 1,8 cm und einem Gewicht von 133 g entspricht der Blackberry in etwa dem Palm V. Derzeit testen Bertelsmann und die Deutsche Bank das Gerät. Bertelsmann setzt Blackberry bereits in den USA ein. Hergestellt wird der Handheld von der Firma RIM (Research In Motion). Ein Blick auf die Preise verrät, dass Viag den kleinen Computer ausschließlich an große Firmen verkaufen möchte. Etwa 650 Euro soll das Multitalent kosten. Hinzu kommen 59 Euro/Monat für die GPRS-Flatrate und satte 3990 Euro für die Software zur Implementierung in das Unternehmens-Netzwerk. Schade eigentlich, dass Blackberry deshalb dem „normalen“ Kunden vorenthalten bleibt. Zumal sich in einem ersten Test vor allem die E-Mail-Funktion als schnell und zuverlässig erwies. Mit der kleinen Tastatur lässt es sich deutlich schneller schreiben als beim Verfassen einer SMS auf dem Handy. Und natürlich kann man viel längere Texte verschicken. Mit Blick auf die SMS-begeisterten Deutschen könnte man sich Blackberry durchaus auch auf dem Massenmarkt vorstellen.

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