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03.05.2001

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Was kommt nach UMTS?

Was kommt nach UMTS?
Nach der milliardenschweren Auktion im vergangenen Jahr lässt die UMTS-Euphorie inzwischen nach. Der Grund: Zu kühn waren die Behauptungen der Lizenzerwerber, der neue Mobilfunkstandard erlaube qualitativ hochwertige Videoübertragungen aufs Handy und Datentransfers mit zwei Megabit pro Sekunde zu jeder Zeit und jedem Ort. Wie die Zeitschrift connect in der aktuellen Ausgabe (03.05.2001) berichtet, arbeiten Techniker deshalb schon an der nächsten Generation mobiler Telekommunikationsgeräte.

Die so genannte vierte Generation (4G) soll UMTS nicht ersetzen, sondern ergänzen und attraktiver machen. Möglich sind anfangs Datengeschwindigkeiten von bis zu 10 Megabit pro Sekunde, die aber aus wirtschaftlichen Gründen nicht im gesamten Netz zur Verfügung stehen werden, sondern nur in sogenannten "Hot Spots" mit vielen Nutzern auf kleinem Raum. Dazu gehören beispielsweise Flughäfen und Bürozentren in Großstädten. Außerhalb der Ballungsgebiete werden Kunden die Bandbreite einer UMTS-Basisstation teilen, oder sie können selbst ein eigenes kabelloses Netzwerk im Haus einrichten, das per TV-Kabel, Richtfunk oder DSL mit dem Provider verbunden ist.

Viele Kommunikationsgeräte für die vierte Generation haben mit herkömmlichen Handys äußerlich wenig gemeinsam. Die Designer arbeiten unter anderem an Geräten, bei denen das Display in eine Brille, sowie Mikrofon und Ohrhörer in Schmuckstücke integriert sind. Befehle werden die Geräte per Sprachsteuerung empfangen. Die Einzelteile kommunizieren drahtlos und bilden das so genannte Personal Area Network (PAN), das den Mobilfunkkunden der Zukunft wie ein Netzwerk immer und überall umgibt. Darüber hinaus tauschen die 4G-Geräte innerhalb einer bestimmten Reichweite Daten mit Computern, Handys oder Haushaltsgeräten aus. So kann beispielsweise der Kühlschrank seinem Besitzer melden, dass die Butter alle ist.

Zudem eröffnet der Datenaustausch zwischen verschiedenen 4G-Geräten weitere Möglichkeiten. Kommen bestimmte Gegenstände wie ein Mietwagen in Reichweite, bietet 4G aktiv seine Hilfe an: "Wollen Sie diesen Wagen mieten?" Falls ja, kann der Wagen über die Rechnung des Netzbetreibers bezahlt werden.

 

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