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11.07.2001

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Wie stark strahlt Ihr Handy?

Wie stark strahlt Ihr Handy?
Die Diskussion um die angebliche Schädlichkeit elektromagnetischer Funkwellen, die von Mobilfunkgeräten ausgehen, läuft derzeit auf vollen Touren: Sendemasten und Handys stehen im Verdacht, gesundheitsgefährdende Strahlung zu verursachen.

Das Magazin connect führt in der aktuellen Ausgabe (12.07.2001) für 32 aktuelle Handy-Modelle die spezifische Absorptions-Rate (SAR) auf. Diese gibt an, wie viel Strahlung vom Körper aufgenommen wird. Diese Zahlen werden in Relation zur effektiven Sendeleistung gesetzt.

Denn ein geringer SAR-Wert nützt nichts, wenn das Handy aufgrund von schlechten Empfangseigenschaften die Sendeleistung erhöhen muss. Handy-Nutzern, die sich nicht unnötiger Strahlung aussetzen wollen, wird empfohlen, beim nächsten Gerätekauf auf einen möglichst geringen SAR-Wert sowie gute Sende- und Empfangseigenschaften zu achten. Die Handy-Modelle Siemens S40, Nokia 6250 und Motorola v50 bieten den besten SAR-/Sendeleistungs-Faktor der 32 getesteten Mobiltelefone. Insbesondere bei schlechtem Empfang sollten lange Telefonate aber aufs Festnetz verlagert werden: Je kürzer die Gespräche, desto weniger Strahlen. Auch Headsets können die Funkwellen vom Kopf fernhalten.

Da ein Handy auch ohne Telefonate regelmäßig Kontakt zur nächsten Basisstation aufnimmt, empfiehlt es sich, das Gerät nicht ständig am Körper zu tragen. Im Auto sollte nur mit Außenantenne telefoniert werden. Eine Schädlichkeit der Strahlung, die von Handys ausgeht, konnte bisher nicht bewiesen werden. Ein hohes Gesundheitsrisiko sei aber unwahrscheinlich, so Dr. Olaf Schulz vom Bundesamt für Strahlenschutz dieses hätte die Forschung längst entdeckt. Angesichts der Einführung von UMTS mit Tausenden von Sendeanlagen und einer neuen Handy-Generation herrscht bei den Herstellern jedoch Nervosität.

Um den Ängsten der Konsumenten entgegenzutreten, wollen Nokia & Co. ab Herbst 2001 den SAR-Wert ihrer Modelle in den Bedienungsanleitungen angeben. Wie connect erläutert, erfasst dieser Wert aber nur die thermischen Effekte auf den menschlichen Körper. Darüber hinaus, so Siegfried Zwerenz, Erster Vorsitzender des Dachverbandes der Bürger und Initiativen zum Schutz gegen Elektrosmog Bürgerwelle e.V., gebe es auch noch athermische Auswirkungen wie Unwohlsein, Kopfschmerzen oder Schlaflosigkeit.

 

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