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09.11.2000

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Wieder Inkasso-Streit über Call by Call

Wieder Inkasso-Streit über Call by Call
Zwischen der Deutschen Telekom und ihren Konkurrenten gibt es erneut Streit über den Gebühreneinzug für die Call by Call-Gespräche. Nach Angaben des Ex-Monopolisten hat das Unternehmen den Vize-Präsidenten der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, Matthias Kurth, als Schlichter angerufen. Zwar bestehe Einigkeit über mehrere Details, Probleme gebe es allerdings bei der Höhe der Gebühr für das Inkasso.

So seien die Wettbewerber lediglich bereit, ein Viertel des Betrages zu zahlen, den die Telekom für den Gebühreneinzug fordert, hieß es. Der Geschäftsführer des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM), Jürgen Grützner, bestätigte: "Beim Preis liegen wir noch meilenweit auseinander." Konkret geht es um die Gespräche, die Telekom-Kunden unter Nutzung einer bestimmten Netzkennzahl über die, meist preiswertere Konkurrenz, führen.

Hintergrund: Derzeit ist die Telekom verpflichtet, die Rechnungen der anderen Telefonanbieter mit einzutreiben. Die entsprechenden Inkasso-Verträge gelten aber nur bis Jahresende 2000. Nach der jetzigen Regelung bekommt die Telekom 0,7 Pfennig pro Rechnungszeile plus 4,5 Prozent des Umsatzes als Vergütung. Dafür muss sie die Rechnungsposten fremder Anbieter mit auf ihrer monatlichen Telefonrechnung ausweisen, das Geld nach Erhalt aufteilen und an die jeweiligen Firmen weiterleiten. Dieses Entgelt ist der Telekom zu wenig und den anderen Unternehmen zu viel.