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16.07.2001

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Windows-XP-Produkt-Aktivierung ist leicht zu umgehen

Windows-XP-Produkt-Aktivierung ist leicht zu umgehen
Microsoft führt mit dem für den 25. Oktober angekündigten neuen Betriebssystem Windows XP eine sogenannte Aktivierungstechnologie ein. Diese soll mit einer Produktaktivierung, die bei Microsoft selbst erfolgen muss, das Raubkopieren durch Anwender verhindern. Doch die im derzeitigen zahlreichen Testern zur Verfügung stehenden Release Candidate (RC1) eingebaute Produkt-Aktivierung (WPA) weist einige schwere Lücken auf. Diese öffnen Hackern Tür und Tor, das ganze System zu umgehen, berichtet tecChannel.de. Neben dem mitgelieferten Produkt-Schlüssel ist für die vollständige Installation ein weiterer Schlüssel erforderlich, der sich aus Identifikationsnummern der auf einem PC installierten Hardware zusammensetzt. Damit will Microsoft erreichen, dass das neue Betriebssystem nur auf einem PC zum Einsatz kommt. Im Verlauf zahlreicher Experimente im Labor mit verschiedenen Hardware-Komponenten, Produkt-Keys und insbesondere der zentralen wpa.dbl-Datei fand die Redaktion heraus, dass es - zusammen mit Schwachpunkten bei der Erzeugung der Hardware-ID - ein Leichtes ist, die Aktivierung zu umgehen. Die durchgeführten Experimente legen den Verdacht nahe, dass nahezu jeder Anwender Windows XP auf dem eigenen PC aktivieren kann, indem er sich lediglich eine passende wpa.dbl-Datei besorgt. Sollte die in der aktuellen Vorserien-Version von Windows XP integrierte Technik auch im fertigen Produkt zum Einsatz kommen, ist der eigentlich gewünschte Kopierschutz damit hinfällig. "tecChannel.de" geht davon aus, dass so über das Internet für fast jede beliebige PC-Konfiguration eine wpa.dbl-Datei zu finden sein wird, die eine vollwertige Installation mit einer raubkopierten Windows-XP-CD zulässt.