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08.01.2008

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Yahoo: Mobile Plattform als Android-Konkurrenz

Yahoo: Mobile Plattform als Android-Konkurrenz
Der amerikanische Suchmaschinen-Anbieter Yahoo hat eine neue Entwicklerplattform für mobile Internet-Anwendungen angekündigt. Yahoo startet damit den Versuch, bisher noch wenig entwickelte Applikationen für mobiles Surfen zu schaffen. Das Projekt äußert sich als Reaktion auf das durch Konkurrent Google im November des Vorjahres vorgestellte Betriebssystem Android. Marktanteile, die in dem Bereich im Verlauf der letzten Jahre an Google verloren gingen, sollen wieder wett gemacht werden.

"Yahoo hat die Zeichen der Zeit wiederholt zu spät erkannt und in den letzten Jahren wichtige Entwicklungsschritte versäumt", sagt Markenexperte Markus Hübner, Geschäftsführer von Brandflow. Yahoo hofft, die Einführung neuer Anwendungen im Mobile-Internet-Bereich durch die Öffnung des Portals für Drittentwickler beschleunigen zu können. "Grundsätzlich ergibt es natürlich Sinn, sich in der Produktentwicklung zu öffnen. Apple ist mit dem iPhone bereits mit gutem Beispiel vorangegangen", meint Hübner. Die Attraktivität eines Produkts könne durch die Einbeziehung von Drittentwicklern bedeutend gesteigert werden. "Yahoo ist aber strategisch nicht so innovativ wie die Konkurrenz und kopiert in gewisser Weise Google. Die neue Plattform erweist sich als verzweifelter Schritt, gegenüber der Konkurrenz aufzuholen", fährt Hübner fort.

Mittels des kostenlosen Developer Kit können für den User nützliche Widgets erstellt werden. In die Programme soll sich Werbung integrieren lassen. Daraus generierte Einnahmen werden zwischen Yahoo und dem Entwickler geteilt. Die Yahoo Go Software bildet die Basis des Systems. Ein Upgrade soll es möglich machen, die Widgets mobil auf dem Handy zu nutzen. Die Bedienfreundlichkeit der einzelnen Systeme soll durch eine zusätzliche, personalisierungsfähige Homepage für Mobilfunknutzer gewährleistet werden.

Google versucht unterdessen, Programmierer für die Weiterentwicklung des ebenfalls offenen Android-Projekts zu ködern. Ein Programmierwettbewerb soll entsprechende Anreize schaffen. "Die Marke Yahoo verliert seit einigen Jahren stetig an Innovationskraft und ist insofern bedeutend schwächer als Konkurrenzmarken wir Apple oder Google", erklärt Hübner. Der Konkurrenzkampf der beiden Portalbetreiber Yahoo und Google ist in Hinblick auf die stetig wachsenden Werbeeinnahmen nicht unbegründet. Bis 2011 rechnen Branchen-Insider mit einer Verdreifachung der Mobilfunk-Werbung von 1,6 Mrd. auf 4,8 Mrd. Dollar.