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13.03.2007

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Zahl der Mobilfunk-Anschlüsse steigt weiter

Zahl der Mobilfunk-Anschlüsse steigt weiter
Die Zahl der Mobilfunk-Anschlüsse in Deutschland wird in den nächsten Jahren weiter steigen - obwohl schon heute auf 100 Einwohner rund 105 Verträge und Prepaid-Karten kommen. "Länder wie Italien oder Schweden zeigen deutlich, dass immer mehr Menschen sich ein Zweit- oder Dritthandy zulegen", sagt BITKOM-Präsident Willi Berchtold.

"Zum geschäftlichen Handy kommt ein privates – oder auch umgekehrt – und auch die Zahl der reinen Datenkarten steigt kontinuierlich." Der BITKOM schätzt, dass in Deutschland die Zahl der Verträge im Jahre 2010 auf 120 pro 100 Einwohner steigen wird. Derzeit liegt der westeuropäische Schnitt bei 98 Anschlüssen und damit deutlich vor den USA. Dort haben unterschiedliche Standards und die stärkere Regionalisierung der Anbieter bei lange fehlenden Roaming-Abkommen die Akzeptanz der Kunden gehemmt.

Der digitale Mobilfunk startete in Deutschland Mitte 1992 und konnte bis Ende 1993 knapp eine Million Kunden gewinnen. Diese Zahl stieg bis Ende 1996 auf 5 Millionen, der stärkste Boom setzte mit Einführung der Prepaid-Karten in den Jahren 1999 und 2000 ein. Im August 2006 übertraf die Zahl der Mobilfunk-Verträge erstmals die Zahl der Einwohner in Deutschland.

Auch die Zahl der UMTS-Handys und -Karten, also der Geräte der dritten Generation mit schnellen Internet-Zugängen, steigt weiter deutlich an: Zwischen Ende 2005 und Ende 2006 verdreifachte sich die Zahl fast, von rund 2,3 Millionen auf rund 6,5 Millionen. Damit wächst UMTS wesentlich schneller als der GSM-Mobilfunk in der Anfangszeit. So stieg die Zahl der GSM-Verträge in den ersten vier Jahren von 0,2 Millionen im Jahr 1992 auf 3,1 Millionen im Jahr 1996. UMTS wird nach BITKOM-Schätzungen in seinen ersten vier Jahren von ebenfalls 0,2 Millionen Verträgen im Jahr 2004 auf rund 10,5 Millionen Verträge Ende 2007 wachsen. "Doch nicht nur die Zahl der Nutzer steigt, vor allem boomt das Geschäft mit mobilen Datendiensten", so Berchtold. Deren Anteil – inklusive der Messaging-Dienste – beträgt heute bereits fast ein Viertel des gesamten Umsatzes – Tendenz weiter steigend.