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07.09.2001

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i-mode: Ericsson glaubt nicht an japanischen Dienst

i-mode: Ericsson glaubt nicht an japanischen Dienst
Der japanische mobile Internet-Dienstes i-mode wird nach Auffassung des schwedischen Telekom-Ausrüsters Ericsson in Europa keinen Erfolg haben. Damit widerspricht der Hersteller optimistischen Prognosen von Mobilfunkbetreibern wie E-Plus, die ursprünglich in diesem Jahr mit i-mode in Deutschland starten wollten Mit dem mobilen Internet-Service kann man sich zum Beispiel abgespeckte farbige Internetseiten auf das Handy laden oder Farbfotos verschicken. Im Gegensatz zu dem in Europa gängigen Internet-Übertragungsstandard für Handys, Wireless Application Protocoll (WAP), ist i-mode schneller und erlaubt farbige Bilder. "i-mode wird höchstens ein Nischenprodukt", sagte der Ericsson-Marketingvorstand Torbjörn Nilsson im Gespräch mit der "Financial Times Deutschland". Damit äußerte sich erstmals ein Spitzenmanager eines Handyherstellers pessimistisch über die Erfolgsaussichten von i-mode in Europa. Deshalb werde sein Unternehmen vorerst keine Handys mit dieser Technik anbieten. "Alle Produzenten konzentrieren sich, wie auch die Mobilfunkunternehmen, nur auf WAP", sagte Nilsson. WAP werde derzeit fortentwickelt und solle mit der neuen Übertragungstechnik GPRS schneller und anwendungsfreundlicher werden. Die neue WAP-Version werde in den nächsten Monaten auf den Markt gebracht und solle auch kompatibel zu i-mode sein. Bei E-Plus heißt es, dass auf den Mobiltelefonen dann beide Techniken angeboten werden können. Hintergrund: Die Mobiltelefonproduzenten sind in einer mächtigen Position. Wenn sie nicht genügend Endgeräte herstellen, kommt i-mode nur schleppend oder gar nicht in Schwung. E-Plus-Chef Uwe Bergheim verhandelt deshalb nicht mit Ericsson, sondern mit japanischen Handyherstellern, um sich eine ausreichende Anzahl von Geräten zu sichern.

 

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