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21.03.2006

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2006: Feuerprobe für Ultra-Billighandys

2006: Feuerprobe für Ultra-Billighandys
Geht es nach den britischen Marktforschern von Informa Telecoms and Media, steht den neu entwickelten Ultra-Billighandys in diesem Jahr die Bewährungsprobe bevor. Die ersten der als Billigalternative für die aufstrebenden Wachstumsmärkte gepriesenen Ultra-Low-Cost-Handys sind seit Anfang 2006 auf dem Markt.

Nun muss sich zeigen, ob die Handys auch auf eine entsprechende Nachfrage stoßen. Die Marktforscher rechnen jedenfalls mit einer positiven Entwicklung. Ihren Prognosen zufolge werden im Jahr 2007 rund um den Globus bereits mehr als 36 Mio. der Billighandys über die Ladentische gehen.

Im Jahr 2010 soll dann die Grenze von 48 Millionen erreicht werden. Der Anteil der Billighandys am Gesamtmarkt stiege dann auf 5,3 Prozent. "Dieser Anteil wird natürlich in den Wachstumsmärkten erheblich höher sein", erklärt Informa-Analyst Gavin Byrne. Die Billighandys sollen vor allem in Afrika und Indien den Handyabsatz ankurbeln. Dort klettert der Anteil am Gesamtmarkt in den kommenden Jahren laut Byrne auf mehr als zehn Prozent.

Der Entwicklung und Verbreitung von Billighandys in den Entwicklungsländern hat sich die GSM Association (GSMA) verschrieben. Das Förderprogramm des Verbands, das so genannte Emerging Market Handset Program, hat den Markt für Billighandys seit dem Start im Oktober 2004 bereits kräftig in Bewegung gesetzt, berichtet das Branchenportal Cellular News. Nach Angaben der GSMA haben Mobilfunkbetreiber in Ländern wie Bangladesh, China, Indien oder Russland im Rahmen des Programms bereits zwölf Mio. der Billighandys gekauft bzw. vorbestellt.

Das Förderprogramm soll Mobilfunkhersteller dazu bewegen, trotz der geringen Margen an der Entwicklung von möglichst billigen Handys zu arbeiten. Besonders Motorola drängt in das Billigsegment. Der US-Hersteller, der im Februar 2005 von der GSMA zum Lieferanten gewählt wurde, hat sich etwa verpflichtet, den Preis für seine Billighandys ab Werk zunächst unter 40 Dollar zu drücken. Nun stehen seit Jahresbeginn die Modelle C113 und C113a zum Verkauf bereit. Erklärtes Ziel der GSMA ist es, den Preis für ein Billigmodell im Jahr 2010 auf 28 Dollar zu schrumpfen. Zu den bisherigen Erfolgen haben nicht zuletzt auch die Single-Chip-Lösungen führender Chiphersteller beigetragen.

Um den digitalen Graben zu überbrücken, gelte es aber über die Gerätepreise hinaus auch weitere Kosten im Handyumfeld zu drücken, etwa die Steuerabgaben, fordert die GSMA. Laut einer Studie des Verbands könnten Steuerkürzungen bei den Geräten oder der mobilen Nutzung eine Steigerung der Userzahlen bewirken. In 16 der in der Studie untersuchten 50 Länder machten Steuern mehr als ein Fünftel der Kosten für Besitz und Gebrauch eines Handys aus.


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