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11.06.2002

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Deutschland bei Breitbandanschlüssen weltweit nur im Mittelfeld

Deutschland bei Breitbandanschlüssen weltweit nur im Mittelfeld
Nach der gescheiterten Übernahme der verbleibenden sechs regionalen Kabelgesellschaften durch Liberty Media zeichnet sich der deutsche Kabelmarkt weiterhin durch eine wettbewerbshemmende hohe Fragmentierung aus.

"Das führt dazu, dass Deutschland bei den Highspeed-Anschlüssen international nur im Mittelfeld zu finden ist", erläuterte Prof. Dr. Thorsten J. Gerpott, Telekommunikationsexperte an der Gerhard-Merkator-Universität Duisburg, heute morgen anlässlich der 8. Internationalen Handelsblatt-Jahrestagung "Telekommarkt Europa" in Düsseldorf. Mit 59 Highspeed-Anschlüssen auf tausend Haushalte belegt Deutschland international nur Rang sechs hinter Schweden (72), Österreich (72), Belgien (85) und den Niederlanden (91).

Tabellenführer sind die USA mit 113 Anschlüssen. Allein die DSL-Anschlüsse betrachtet liegt Deutschland mit 57 Anschlüssen je tausend Haushalte vorne, gefolgt von Schweden und Belgien (49), USA (46) und Österreich (40). Der Marktanteil der zurzeit rund 30 konkurrierenden Netzbetreiber bei DSL (Digital Subscriber Line) in Deutschland ist dabei nach wie vor gering. Nicht einmal drei Prozent der inzwischen 2,2 Mio. vermarkteten DSL-Anschlüsse kommen von bundesweiten Anbietern wie AOL, Arcor und Freenet oder regionalen Carriern wie Citykom Münster, EWE-Tel oder Hansenet.

Mehr als 30 internationale Repräsentanten aus der TK-Branche sowie rund 300 Teilnehmer diskutieren auf der Handelsblatt/Euroforum-Tagung in den nächsten drei Tagen die aktuelle Lage der angeschlagenen TK-Branche. Per SMS-Voting konnten die Konferenz-Teilnehmer erstmals Ihre Stimme zu aktuellen Fragen abgeben. Tendenziell rechnen die Manager der Telekommunikationsunternehmen erst Mitte kommenden Jahres wieder mit einer positiven Geschäftsentwicklung für TK-Netzbetreiber und Diensteanbieter in Europa. Den Grund für die schwierige Situation des Europäischen TK-Geschäfts sehen die Abstimmungsteilnehmer vor allem in der Selbstüberschätzung der Marktteilnehmer sowie im derzeitigen Kapitalmarktpessimismus.

Details des Umfrageergebnisses auf www.tk-europa.de.

 

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