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05.09.2006

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EU-Projekt: Mobilfunk erleichtert Ärzten und Patienten das Leben

EU-Projekt: Mobilfunk erleichtert Ärzten und Patienten das Leben
Durch den Einsatz von Mobilfunk und ein sogenanntes Body Area Network können Arztpraxen und Krankenhäuser bei der Behandlung chronisch Kranker bis zu 38 Prozent der Kosten sparen und gleichzeitig die Lebensqualität der Patienten steigern. Die dafür benötigte Technik ist ausgereift und auf dem Markt verfügbar.

Die Ergebnisse des EU-Forschungsprojekts "HealthService24" unter Federführung des Telekommunikationsausrüsters Ericsson wurden jetzt in Düsseldorf vorgestellt.

Zehn Monate lang wurde das mobile Monitoring nicht-kritischer Patienten mit chronischen Krankheiten in drei europäischen Krankenhäusern erfolgreich getestet. Es ging dabei vor allem um die Akzepantz des Konzeptes bei Ärtzen und Patienten sowie die reibungslose Integration in die Arbeitsabläufe in Praxen und Krankenhäusern.

Untersucht wurden Herzpatienten, Patienten mit chronischen Lungenleiden (COPD: Chronic Obstructive Pulmonary Disease) und Frauen mit Risikoschwangerschaften - alles Patientengruppen, die bisher längere Zeit zur Überwachung im Krankenhaus bleiben mussten. Je nach Einsatzgebiet wurden Herzrhythmus, Muskelaktivität, Atmung, Aktivität und Körpertemperatur überwacht.

In allen Bereichen lieferte die Studie positive Ergebnisse. Vom wirtschaftlichen Gesichtspunkt her konnten auf Seiten der Krankenhäuser Kosteneinsparungen bis zu 38 Prozent verzeichnet werden. Ärzte und Pflegepersonal berichteten, dass die mobile Lösung ohne weiteres in den Klinikalltag integriert wurde. Technik und Software arbeiteten einwandfrei mit den Systemen der Krankenhäuser zusammen.

Auch auf die Patienten wirkte sich die mobile Lösung positiv aus. Das Bewusstsein über die eigene Krankheit stieg von bisher 27 Prozent auf 58 Prozent. Auch die Rate der Selbstversorgung nahm zu. Lag sie vor Beginn der Studie bei rund 48 Prozent, waren danach 81 Prozent der Patienten nicht mehr auf fremde Hilfe angewiesen.

Der erfolgreiche Praxistest ist für Ericsson ein wichtiger Meilenstein für die weitere Vermarktung von Ericsson Mobile Health (EMH). Da die Datenübermittlung über einen zentralen Server und bestehende Netze erfolgt, bleiben die Investitionskosten für Praxen und Krankenhäuser gering.

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