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22.10.2001

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Fahndung: System "Inpol-Neu" geriet zum Millionenflop

Fahndung: System "Inpol-Neu" geriet zum Millionenflop
Das Millionenfiasko um das geplante Computer-Fahndungssystem weitet sich zur Affäre aus. Nach Ansicht des Bundesrechnungshofs sind bei der Entwicklung Steuermittel in dreistelliger Millionhöhe verschwendet worden. Außerdem funktioniert das System noch immer nicht. "Das Projekt wurde nicht professionell durchgeführt", so das vernichtende Urteil der Rechnungsprüfer. "Besonders misslich" seien die Versäumnisse "vor dem Hintergrund der Terrorattentate in den USA und der damit einhergehenden Sicherheitslage", berichtet das Nachrichtenmagazin §Der Spiegel". Das System, das die Fahndungsdaten der Länder und des Bundeskriminalamts vernetzen sollte, hätte eine "wesentliche Komponente polizeilicher Verbrechens- und Terrorbekämpfung" sein können. Derzeit müsse sich die Polizei deshalb mit dem alten, noch aus den siebziger Jahren stammenden Computersystem begnügen. Inpol werde seit Mitte der neunziger Jahre von der Daimler-Chrysler-Tochterfirma Debis entwickelt und sollte nach mehreren Verschiebungen Ende 2001 in Betrieb gehen. Inzwischen sei der Start auf 2005 verschoben. Die Rechnungsprüfer rügen ferner, dass die anfangs geplanten Kosten von 40 Millionen Mark für das Computernetzwerk auf mindestens 280 Millionen Mark ansteigen werden. Außerdem sei nicht auszuschließen, dass "das Projekt mit dem heutigen Entwicklungsansatz nicht erfolgreich abgeschlossen werden kann". Die "bislang nachgewiesene Performance" sei "völlig unzureichend".

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