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26.09.2005

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Handy löst Auto als Schuldenfalle ab

Handy löst Auto als Schuldenfalle ab
Eltern von schulpflichtigen Kindern fühlen sich durch Handys stark verunsichert. Dabei bereiten verschiedene Aspekte Sorgen: Drei Viertel der Eltern sehen bei Handys - erstmals vor dem Auto und Internet - die größte Gefahr der Überschuldung, so eine Studie des Linzer Marktforschungsinstituts Market.

Das Rede- und Sprachverhalten wird durch die intensive Handynutzung negativ beeinflusst und auch über die Gesundheitsgefährdung durch die Handystrahlung macht man sich Sorgen. Große Verunsicherung ist spürbar, weshalb Eltern den Handykonsum einschränken möchten.

Zwei Drittel der schulpflichtigen Kinder in Österreich haben ein eigenes Handy. Angenehm ist dabei aus Sicht der Eltern, dass man als Elternteil immer weiß, wo sich die Kinder gerade aufhalten - allerdings: Zwei Drittel der Eltern machen sich Sorgen, wenn ihre Nachkommen unerwartet nicht über das Handy erreichbar sind. Und: Handys machen es den Kindern leichter, darüber zu "schwindeln" wo sie sich gerade aufhalten - für ein Drittel der Befragten stellt dies einen Verunsicherungsfaktor dar.

Besonders in Bezug auf Schulden ist das Handy eine große Verunsicherung: Drei Viertel der Eltern sehen das Handy als besonders große Gefahr zur Überschuldung - somit ist das Handy die Schuldenfalle Nummer 1, noch vor Auto und Internet.

Aber auch die Gesundheitsgefährdung durch Handystrahlung ist bei den Eltern ein heißes Thema: Mehr als 80 Prozent haben die Diskussion rund um die gesundheitlichen Auswirkungen von Handystrahlen verfolgt und auch hier spiegelt sich starke Verunsicherung wider: Zwei Drittel der Eltern machen sich Sorgen, wie gesundheitsschädlich Handystrahlungen tatsächlich sind, knapp die Hälfte findet die Gesundheitsgefährdung der eigenen Kinder besorgniserregend.

Auch auf das Kommunikationsverhalten der Schülerinnen und Schüler wirkt sich das Handy aus - zwar sind die Eltern mit dem Rede- und Sprachverhalten der schulpflichtigen Kinder im Großen und Ganzen zufrieden, dennoch sind knapp zwei Drittel der Befragten der Ansicht, dass sich das Kommunikationsverhalten der Kinder in den letzten zehn Jahren verschlechtert hat. Ein Grund dafür ist die zunehmende "Lesefaulheit" der Kinder, aber auch das Handy spielt hier eine Rolle: Sechs von zehn befragten Eltern betrachten die Auswirkungen des Handys - vor allem auch das SMS - auf das Rede- und Sprachverhalten ihrer Kinder als negativ.

Aus Sicht der österreichischen Eltern ist eine Reduktion der Handynutzung bei den schulpflichtigen Kindern zweckmäßig. Vor allem die Verwendung von Wertkarten mit eingeschränktem Guthaben bietet sich zur Reduktion des Handykonsums der Kinder an - hier sind sich 93 Prozent der Eltern einig. Gut vorstellen kann man sich auch, den Kindern die Nachteile des Handys zu erklären und selbst als Vorbild wenig mit dem Handy zu telefonieren. Eine zweckmäßige Maßnahme zum Einschränken der Handynutzung wäre auch noch der Kostenfaktor: Für drei Viertel der Eltern ist es zweckmäßig, den Kindern die Handyrechnung selbst bezahlen zu lassen bzw. das Taschengeld zu kürzen, wenn die Telefonrechnung überhöht ist.

Außerdem wünschen sich die Eltern offensichtlich eine Renaissance des Festnetzes: Immerhin 55 Prozent sind der Meinung, dass das Festnetz eine zweckmäßige und kostengünstige Alternative zum Handy ist. Auch hier ist die Verunsicherung der Eltern spürbar - welche dieser vielen Maßnahmen ist die richtige, um die Handynutzung der Kinder einzuschränken. Hier wäre also Elternbildung gefragt, um der Verunsicherung Handy entgegentreten zu können.

Für knapp die Hälfte der österreichischen Eltern wären Maßnahmen seitens des Staates zur Regulierung des Handykonsums von schulpflichtigen Kindern vorstellbar. Vier von zehn Eltern fänden es sogar zweckmäßig, die Handynutzung für Kinder unter 12 Jahren zu verbieten. Die Idee eines handyfreien Sonntags findet bei einem Drittel der Eltern Anklang - besonders Frauen können sich für diese Idee begeistern.

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