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23.06.2006

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Jugend- und Verbraucherschutz: Was können und was sollen die Mobilfunkanbieter leisten?

Jugend- und Verbraucherschutz: Was können und was sollen die Mobilfunkanbieter leisten?
Gerade junge Menschen nutzen die Kommunikationsmittel wie Internet und Handys und kennen sich mit den Anwendungen meist besser aus als ihre Eltern und Lehrer. Aber haben die Jugendlichen auf der einen sowie die Erwachsenen auf der anderen Seite auch die entsprechende Medienkompetenz? Ist der Jugend- und Verbraucherschutz im Mobilfunk Aufgabe des Staates, der Gesellschaft, der Eltern und Lehrer oder der Mobilfunkunternehmen?

Die Vodafone Konzernrepräsentanz hat die verbraucherschutzpolitischen Sprecher der Unionsfraktion, Frau Julia Klöckner MdB und Herrn Michael Goldmann von der FDP-Bundestagsfraktion heute zu einem Fachgespräch eingeladen, um zu erfragen, welche Maßnahmen im Sinne des Jugend- und Verbraucherschutzes notwendig und hilfreich seien.

Die Teilnehmer waren sich mit Blick auf die aktuelle Diskussion über Gewalt unter Jugendlichen einig, dass es hier noch viel Nachholbedarf gibt. Lehrer und Eltern reagierten - so die Bestandsaufnahme - oft hilflos und agierten überfordert, die Politik überbiete sich in Forderungen nach Verboten und Drohungen wie zum Beispiel Verboten von Handys in Schulen oder von Bluetooth-Schnittstellen. Hier machten beiden Politiker deutlich, dass Handy-Verbote wenig bis gar nichts ausrichten würden.

Michael Goldmann: "Es ist eine Illusion, das alles gesetzlich geregelt werden kann" und Julia Klöckner ergänzte "Um Gewaltvideos zu unterbinden ist es nicht die Lösung, Bluetooth abzuschaffen." Wertevermittlung könne nicht über die Unternehmen geschehen. Gefragt sei vielmehr eine "Bildungs- und Erziehungspartnerschaft" zwischen Eltern, Schule und Politik, an der sich auch Unternehmen wie Vodafone beteiligen sollten. Das Vakuum, das durch die Diskussion beim Thema Gewalt an Schulen sichtbar geworden sei, solle durch Inhalte positiv besetzt werden.

Michael Wedell, Leiter der Vodafone Konzernrepräsentanz bekräftigte, dass Vodafone seine Verantwortung gegenüber Eltern, Kindern und Jugendlichen sehr ernst nehme. 2005 habe Vodafone als erster Anbieter auf dem Markt eine Junior-Card mit weitgehenden Kontrollfunktionen wie Kostenkontrolle, Sperrung kostenpflichtiger Nummern und bestimmter Dienste eingeführt. "Seit dem 1. Juni 2006 sind jetzt auch alle nationalen Gespräche zur Hauptkarte der Eltern kostenlos, auch wenn das Telefonguthaben aufgebraucht ist. So bietet die Juniorkarte insbesondere Eltern noch mehr Sicherheit für Ihre Kinder", so Michael Wedell weiter. Außerdem habe Vodafone eine Hotline eingerichtet, bei der besorgte Eltern und Erzieher anrufen können.


 

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