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07.03.2006

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Kommt 2006 der UMTS-Durchbruch in Deutschland?

Kommt 2006 der UMTS-Durchbruch in Deutschland?
Via Handy unterwegs im DSL-Tempo surfen: Mit den mobilen Tausendsassas, die in wenigen Tagen auf der CeBIT präsentiert werden, ist das kein Traum mehr. Bis zu 1,8 Megabit pro Sekunde schafft die neue Handygeneration mit dem Datenturbo HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) - und ist damit rund fünfmal schneller als im derzeitigen UMTS-Netz.

Dank HSDPA gehen künftig umfangreiche Mail- oder Musik-Downloads in Geschwindigkeiten vonstatten, wie sie bisher dem Festnetz vorbehalten waren. Später sollen sogar noch höhere Datenraten möglich sein. Die beiden größten deutschen Mobilfunkanbieter T-Mobile und Vodafone wollen zur CeBIT voll in die Vermarktung von HSDPA einsteigen; die Telekom-Tochter wird zudem ein Smartphone auf Basis des MDA Vario zeigen, das den neuen Datenschnelldienst unterstützen soll. Auch Handyhersteller wie Samsung, BenQ Siemens oder LG Electronics wollen in Hannover serienreife Multimedia-Modelle mit HSDPA und weiteren Top-Features vorstellen. Verfügbar sollen sie spätestens im Sommer 2006 sein.

Die Zeit ist reif für die mobile Internet-Offensive: Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) rechnet für 2006 fest mit dem Durchbruch der UMTS-Technik. "Leistungsfähige Netze, attraktive Geräte und interessante Dienste - jetzt ist alles da, um den mobilen Breitbandmarkt anzuschieben", freut sich BITKOM-Präsident Willi Berchtold. Endlich sei das "Henne-Ei-Problem" gelöst. "Ende 2005 gab es in Deutschland rund 2,3 Millionen UMTS-Handys und -karten. Bis zum Ende dieses Jahres erwarten wir etwa neun Millionen."

Chiphersteller wie Infineon wollen dafür sorgen, dass auch HSDPA kein Privileg der Business-Klasse bleibt. Ein neuer Basisbandprozessor soll dem Datenturbo ab 2007 im mittleren Handy-Preissegment zum Durchbruch verhelfen und später Download-Raten bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde möglich machen. Außerdem unterstützt Infineons Wunder-Chip Assisted-GPS, WLAN und Bluetooth. Auch beim Telecomausrüster Ericsson setzt man voll auf das mobile Breitbandgeschäft. "Mobiles Fernsehen ist ein Service, den viele von uns künftig nutzen werden", prognostiziert Firmenchef Carl-Henric Svanberg.

 

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