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06.12.2001

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Multimedia Messaging Service läuft 2002 vom Stapel

Multimedia Messaging Service läuft 2002 vom Stapel
Ericsson plant mit Jahreswechsel seine ersten vollständigen Lösungen für Multimedia Messaging Service (MMS) an die Mobilfunkbetreiber auszuliefern. Der Mobilkommunikationskonzern hat dazu seine End-to-End-Lösung für MMS in Wien demonstriert. "MMS setzt auf den Erfolg von SMS auf", erklärte Roland Schlosser im Rahmen einer Presseveranstaltung. Der Technologiekonzern hat zurzeit europaweit 30 Testsysteme seines Multimedia Messaging Centers (MMC) an Mobilfunkanbieter ausgeliefert. "Wir erwarten, dass die meisten Operators im ersten Halbjahr ihren MMS-Betrieb aufnehmen werden", so Schlosser. Bis 2003 soll die kritische Masse an Endanwendern erreicht werden. Der technische Aufwand sei nach Darstellung Schlossers minimal. Neben Nachrichten von Handy zu Handy ist MMS vor allem auch für Push- oder Mehrwertdienste wie Wetter-, Nachrichten-, Verkehr- oder Sport-Services interessant. "MMS erreicht die Benutzer, wenn sie unterwegs sind und nicht, wenn sie im Internet hängen. Der Content muss allerdings stimmen." Bei Nachrichten von Handy zu Handy erstellt der Benutzer aus bereits vorhandenen Bildern, Audio-Elementen oder Grafiken mit einem Editor seine Nachrichten und versieht diese mit Textkommentaren. MMS wird vom 3GPP Forum, einer Vereinigung der Mobilfunkhersteller, standardisiert. Es ist eine Weiterentwicklung von SMS sowie EMS und ermöglicht das Versenden von Bildern, Grafiken und Audio-Nachrichten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einfacher Bedienbarkeit und Kompatibilität mit anderen Diensten wie E-Mail. Der Standard kann in GSM-, GPRS- und UMTS-Netzen eingesetzt werden. Über die MMC werden die Nachrichten verwaltet und erfolgt die Einbindung von Webdiensten, Applikationsservern, Unified Messaging-Systemen und E-Mail. Für die Zusammenstellung der MMS-Nachrichten steht mit SMIL (Synchronized Multimedia Integration Language) eine eigene Programmiersprache auf XML-Basis zur Verfügung. So lassen sich bereits bestehende Angebote ohne großen Aufwand für MMS adaptieren. Der Umfang der MMS-Nachrichten ist vorerst mit 100 KB begrenzt. Zusätzlich werden die Nachrichten über die Luftschnittstelle den Möglichkeiten der Endgeräte angepasst. So erhalten WAP-Geräte, die nicht MMS-fähig sind, nur eine URL zu einer Webseite, wo die Benutzer ihre Nachricht abrufen können. Ericsson wird sein Handy T68 ab Jahreswechsel mit einem Software-Update in ein MMS-Gerät verwandeln.

 

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