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04.04.2002

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Plusminus: Konstruktionsfehler beim Nokia 8210

Plusminus: Konstruktionsfehler beim Nokia 8210
Aufgrund vermehrt gemeldeter Displayschäden beim Nokia 8210 hat das ARD-Magazin Plusminus einen vereidigten Gutachter beauftragt, 10 Geräte zu untersuchen. Dieser stellte schon beim normalen Gebrauch Probleme mit dem Display fest. Sein Fazit: Von den zehn Geräten, die getestet wurden, waren nur vier in Ordnung.

Zwei wiesen einen Displayschaden auf, drei hatten einen Ausfall nach mehrmaliger Nutzung. Ein Modell war sofort defekt. Als Grund für die Ausfälle nennt der Gutachter eine zu dünne Oberschale des Handys.

Es halte so einem normalen Gebrauch nicht stand. Aus vernünftigem Ansinnen ihres Unternehmens hätte Nokia das Gerät so nicht auf den Markt bringen dürfen, so der Experte. Nokia habe laut Plusminus Kunden Garantieansprüche wiederholt verweigert. Als Begründung nannte man einen vom Kunden selbst verursachten Feuchtigkeitsschaden. Der von Plusminus beauftragte Gutachter macht allerdings in den meisten Fällen die schlechte Verkapselung des Handys für den Eintritt der Feuchtigkeit verantwortlich. Auf Nachfrage von Plusminus hat Nokia räumte Nokia ein, in bestimmten Chargen mangelhafte Bauteile verwendet zu haben.

Allerdings wird ein genereller Konstruktionsfehlers des 8210 abgestritten, erklärt aber "Nokia sei an einer einvernehmlichen Lösung auffälliger Schadensfälle interessiert." Ein Nokia-Händler spricht von einer Ausfallquote von 70 Prozent. Ähnliche Zahlen bestätigt auch Torsten Bressmer von der Pro-Systec GmbH. Die Kosten betragen für den Versicherer einen fast sechsstelligen Bereich, der sich aus Reparatur, Versand, Porto und eventuellem Totalersatz des Nokia Handys zusammensetzt.

Aus diesem Grund wird der Anbieter aus Mengen ab dem 01.05.2002 keine Geräte der Serie 3310, 3330, 8210 und 8850 des Herstellers Nokia mehr versichern. Wie Bressmer mitteilte, bestehen ähnliche Überlegungen bei Modellen der Serie 6210. Ausserdem wird Pro-Systec weitere Gutachten erstellen lassen, die bestätigen werden, dass die genannten Geräte Konstruktionsfehler haben.

 

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