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01.10.2002

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Siemens: Abschied vom Handygeschäft?

Siemens: Abschied vom Handygeschäft?
Der deutsche Siemens-Konzern erwägt den Rückzug aus dem Handy-Geschäft. Wie die Financial Times Deutschland (FTD) berichtet, haben sich Siemens und sein US-Konkurrent Motorola über die Grundzüge eines Tausches von Geschäftssparten geeinigt.

Demnach werde Motorola die Mobiltelefone von Siemens übernehmen und bekomme dafür vom US-Konzern dessen Geschäft mit Mobilfunknetzen. Siemens ist aktuell die Nummer vier am weltweiten Handy-Markt. Im zweiten Quartal lag der finnische Konzern Nokia mit einem Marktanteil von 35,6 Prozent voran. Es folgten Motorola mit 15,7 und der koreanische Produzent Samsung mit 9,5 Prozent, der damit Siemens (Marktanteil von 8,4 Prozent) auf Platz vier verwiesen hat. Mit seinen Rückzugsplänen reagiere Siemens nunmehr auf die harte Konkurrenz unter den Handyherstellern, schreibt die FTD.

Konzernvorstand Volker Jung hatte bereits im Vorjahr den Marktanteil als auf längere Sicht zu klein eingeschätzt: "Es braucht ein bestimmtes Volumen, um eine gewisse Profitabilität zu erreichen. Ohne Partner ist das auf Dauer nur für Nokia möglich."

Motorola und Siemens arbeiten bereits bei UMTS-Mobiltelefonen zusammen. Durch einen Tausch der Geschäftssparten könnte Motorola seinen Marktanteil bei Handys auf rund 24 Prozent ausbauen und außerdem das verlustträchtige Netzgeschäft loswerden. Siemens wiederum könnte bei den Mobilfunknetzen seinen Marktanteil um knapp elf Prozentpunkte auf ca. 24 Prozent ausbauen und wäre damit in dieser Sparte die eindeutige Nummer zwei hinter Marktführer Ericsson mit 30 Prozent.


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