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08.03.2004

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Studie: Abschaffung des Rabattgesetztes kommt bei Verbrauchern gut an

Studie: Abschaffung des Rabattgesetztes kommt bei Verbrauchern gut an
In wirtschaftlich schwachen Zeiten achtet jeder auf den Cent. Rabatte und Kundenkarten kommen deshalb bei deutschen Verbrauchern gut an. Das zeigt eine repräsentative Untersuchung der Düsseldorfer Agentur Mediaedge:cia.

Wie der Sensor ergab, ist mehr als die Hälfte der Befragten nach wie vor von der Abschaffung des Rabattgesetzes überzeugt. Hauptgrund ist der Spar-Effekt. So haben 43 Prozent finanzielle Vorteile durch das Feilschen. Für 27 Prozent sind die automatischen Zugaben beim Kauf der ausschlaggebende Faktor. Und bei 28 Prozent steht das Erfolgserlebnis beim Handeln im Vordergrund. Die Kritiker sind dagegen deutlich in der Minderheit. Nur 27 Prozent finden es eher schlecht, dass das Rabattgesetz vor zwei Jahren abgeschafft wurde. Sie befürchten vor allem, dass es keine klare Preisstruktur mehr gibt und der Preisdruck sich negativ auf kleinere Geschäfte auswirkt. Ein Vergleich zu Umfrage-Ergebnissen aus 2001 zeigt allerdings, dass die kritischen Stimmen gesunken sind, während sich die positiven Erwartungen eher erfüllt haben.

Wegfall des Rabattgesetzes ist eine Sache, das konkrete Handeln eine andere. Hier zeigt sich eine deutliche Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis. In 2001 haben sich zum Beispiel 27 Prozent der Deutschen vorgenommen, künftig mehr zu feilschen, bislang haben aber nur 18 Prozent diesen Vorsatz in die Tat umgesetzt. Die Scheu vorm Handeln ist zwar von 22 Prozent auf 17 Prozent gesunken, das Desinteresse ist jedoch deutlich gestiegen. In 2001 hatten 17 Prozent kein Interesse daran, Rabatte zu bekommen. Bei der aktuellen Umfrage sind es bereits 28 Prozent.

Wenn Deutschlands Verbraucher allerdings in Preisverhandlungen treten, dann machen sie es hauptsächlich bei größeren Anschaffungen. Die wichtigsten Produktebereiche, in denen gehandelt wird, sind Unterhaltungselektronik (63 Prozent), Elektrogeräte 57 Prozent), Möbel (55 Prozent) und Autos (51 Prozent). Aber auch bei Kleidungsstücken versuchen die Konsumenten den Preis zu drücken.

Wer nicht handeln aber trotzdem sparen will, setzt auf Kunden- und Paybackkarten. Ein Vergleich zwischen 2001 und 2003 zeigt, dass immer mehr Leute eine dieser Karten besitzen. Vor zwei Jahren hatte knapp ein Viertel der Deutschen mindestens eine Kundenkarte, heute ist es gut Drittel. Der Besitz von Payback-Karten ist von 17 auf 25 Prozent gestiegen. Dabei sind große Kaufhäuser (62 Prozent), Lebensmittelketten (52 Prozent) und Discounter (45 Prozent) die Bereiche, in den die Befragten am ehesten eine der Karten nutzen würden - Geschäfte also, die man regelmäßig aufsucht.

Daher ist es auch kein Wunder, dass knapp 40 Prozent die Karten befürworten, weil der häufige Einkauf im gleichen Laden damit honoriert wird. Etwa ein Viertel würde es sogar begrüßen, wenn mehrere regionale Geschäfte eine gemeinsame Karte herausgeben. Gut ein Drittel wünscht sich, dass die Rabattkarten bundesweit in allen Filialen gültig sind.

 

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