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04.11.2005

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Studie: Handys machen Stereoanlagen Konkurrenz

Studie: Handys machen Stereoanlagen Konkurrenz
Weltweit hören 13 Prozent aller aktiven Besitzer von Mobiltelefonen bereits heute mit ihren Handys regelmäßig Musik. Das ist das Ergebnis einer vom führenden Marktforschungsinstitut TNS durchgeführten 15-Länder-Studie. In dieser Nutzergruppe werden täglich ca. 16 Prozent der Musik auf dem Handy, ungefähr 15 Prozent zuhause auf der Stereoanlage und nur zehn Prozent auf einem tragbaren MP3 Player wie dem iPod gehört.

Über die 15 in der Studie abgedeckten Länder hinweg reicht die Spanne vom Spitzenreiter Korea mit 26 Prozent bis zu den USA, wo lediglich vier Prozent ihr Mobiltelefon auch zum Musikhören nutzen. In Deutschland hört bisher knapp jeder Zehnte (neun Prozent) täglich oder wöchentlich Musik über sein Mobiltelefon - aber das Interesse wächst. Dies ist ein gutes Zeichen für das Musikhören über das Handy ("Mobile Music"), erst Recht, wenn noch mehr Mobiltelefone mit MP3 Playern ausgestattet sein werden.

Die TNS Studie zeigt, dass viele Verbraucher ihr Handy nicht nur unterwegs, sondern sogar zuhause zum Musikhören nutzen. Von letzteren gaben 23 Prozent "im Bett", 21 Prozent "am Wochenende zuhause" und jeweils 16 Prozent "zuhause vor" und "nach der Arbeit" an. Dagegen hört fast jeder Zweite (47 Prozent) auf seinem Handy im öffentlichen Nahverkehr und 32 Prozent beim "Warten auf eine Verabredung oder eine Besprechung" Musik.

Als Indiz für das wachsende Interesse am Musikgenuss mit dem Mobiltelefon gaben 35 Prozent der Handy-Nutzer aus den 15 befragten Ländern an, dass "Mobile Music" zu den fünf Anwendungen gehört, die sie in Zukunft nutzen oder häufiger nutzen würden. Damit rangiert "Mobile Music" als die Anwendung mit dem höchsten Potenzial an der Spitze. Dieser Wert ist mit 60 Prozent der Handy-Nutzer in Südkorea am höchsten, verglichen mit nur 19 Prozent in den USA. In Deutschland liegt das Potenzial mit 37 Prozent über dem Durchschnitt der 15 untersuchten Länder.

Zu den Faktoren, die Handy-Nutzer davon abhalten, mehr Lieder auf ihr Mobiltelefon herunterzuladen, werden "zu wenig Speicherplatz", "mangelnde Qualität bei der Wiedergabe“ und dass die "Übertragung von Musik von anderen Geräten einfacher ist als der Download" angegeben.

"Die TNS Studie bestätigt ein signifikantes Interesse am Musikhören über das Mobiltelefon. Es besteht ein erhebliches Potenzial, dass Mobiltelefone hier in Zukunft einen größeren Marktanteil einnehmen werden. Der Zugang ist immer noch ein großes Problem, aber Nutzungsintensität und Attraktivität sind beide sehr hoch. Zudem übt "Mobile Music" auf einen breiten Querschnitt der Verbraucher weltweit eine große Anziehungskraft aus. Hier sind Life-Style-Aspekte und Liebe zur Musik die wesentlichen Motivationsfaktoren“, kommentiert Stephan Lauer, Geschäftsführer TNS Infratest, das Ergebnis der Studie.

"Die Kosten für den Download sind wahrscheinlich das größte Hemmnis, das es zu überwinden gilt, damit mehr Menschen Musik herunterladen und auf ihren Mobiltelefonen hören. Andere Faktoren, wie z. B. die beschränkte Ausstattung der Telefone und der Zeitaufwand für den Download, spielen eine geringere Rolle. Alles deutet jedoch darauf hin, dass "Mobile Music" gegenüber tragbarer digitaler Abspieltechnik wie dem iPod immer konkurrenzfähiger wird", führt Lauer aus.

Die Befragten zeigten sich auch interessiert, Anwendungen wie "Fotografieren" (34 Prozent), "SMS" (28 Prozent), "Radiohören" (25 Prozent)und "Videoaufnahmen" (24 Prozent) häufiger nutzen zu wollen.

 

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