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29.10.2006

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Studie: MP3-Funktion in Handys kaum genutzt

Studie: MP3-Funktion in Handys kaum genutzt
In Deutschland haben bereits heute über 18 Mio. Menschen die Möglichkeit, Musik, Podcasts, Radiosendungen und andere Medieninhalte aus dem Internet auf einem MP3-Player zu speichern und wiederzugeben. Allerdings nutzen laut einer Studie von TNS Infratest nur 56 Prozent der Besitzer auch dessen Möglichkeiten. Insbesondere viele der MP3-Player, die mittlerweile als Zusatzfunktion in neuere Handys oder PDA eingebaut sind, kommen gar nicht oder so gut wie nie zum Einsatz.

Vor allem bei den 14- bis 29-Jährigen erfreuen sich MP3-Player großer Beliebtheit. Jeder Zweite dieser Altersgruppe nutzt die Technik regelmäßig, durchschnittlich gut eineinhalb Stunden am Tag. Bei den über 30-jährigen Nutzern sind es mit 49 Minuten deutlich weniger. Insgesamt gibt es zwar noch etwas mehr Männer als Frauen, die mobile MP3-Geräte verwenden. Frauen verbringen mit 95 Minuten aber spürbar mehr Zeit als Männer mit dem MP3-Gerät. Letztere kommen täglich durchschnittlich nur auf gut eine Stunde.

Nicht wirklich überraschend ist dagegen das Ergebnis, dass MP3-Player überwiegend zum Abspielen von Musik genutzt werden. Gut 40 Prozent der Nutzer machen damit nichts anderes. Die Mehrheit ist aber auch noch an anderen Inhalten interessiert: Hörspiele werden vor allem in der mittleren Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen stark nachgefragt, während sich die Jüngeren auch noch verstärkt für Comedy und witzige Beiträge interessiert. Aktuelle Nachrichten, Berichte und Reportagen stoßen derzeit nur bei einer kleinen Minderheit auf Interesse.

Auch das Download-Verhalten wurde in der TNS Infratest-Studie untersucht: Knapp die Hälfte der Nutzer, also 4,8 Mio. Personen greifen danach auf legale Download-Angebote im Internet zu. Jeder Vierte hat bereits für das Herunterladen von Inhalten bezahlt, also ein Markt von 2,8 Mio. Verbrauchern. Fast drei von vier Nutzern wandeln auch selbst Musik von CD in das MP3-Format zum Überspielen auf ihr MP3 Gerät um.

Radiosender fragen sich angesichts dieser Entwicklung, ob sich die MP3-Nutzung als Konkurrent um das „Ohr“ der Bevölkerung negativ auf das Radio-Hörverhalten auswirkt. In der Tat belegt die Studie, dass Nutzer von MP3-Playern weniger Radio hören als Nicht-Nutzer. Allerdings weisen die Medienforscher von TNS Infratest auch darauf hin, dass sich die MP3-Nutzer durch eine generell höhere Audio-Affinität auszeichnen: So übersteigen MP3- plus Radio-Nutzung der MP3-Nutzer deutlich die Radio-Nutzung der Nicht-MP3-Verwender. Zwar lässt sich nicht definitv feststellen, ob jetzt wegen der MP3-Nutzung weniger Radio gehört wird. Aber es ist davon auszugehen, dass die MP3-Nutzung hauptsächlich früheres Hören von CD und Musikkassetten ersetzt hat. Und es liegt auch nahe, dass die MP3-Technik sogar neue Nutzungsvolumen für Audiomedien geschaffen hat.

 

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