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04.05.2004

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UMTS-Test: Siemens schlägt Nokia

UMTS-Test: Siemens schlägt Nokia
Noch ist der UMTS-Markt übersichtlich: Ein Netzbetreiber und zwei Telefone stehen den Kunden derzeit für mobiles Telefonieren der dritten Generation zur Verfügung. Auf dem Markt sind die UMTS- Mobiltelefone Siemens U15 und Nokia 7600.

SirValUse Consulting hat die Bedienbarkeit der beiden Geräte in einem Anwender-Test untersucht. Der Testsieger Siemens U15 erhielt die Schulnote zwei Minus. Das Nokia 7600 schaffte nur die Schulnote drei Minus. Das Gerät von Siemens schneidet bei UMTS-Diensten und Multimedia- Anwendungen gut ab und wurde als ein alltagstaugliches Mobiltelefon bezeichnet. Das Nokia 7600 ist nach Meinung der Testpersonen jedoch eher ein "Spielzeug".

Besonders bei speziellen UMTS-Anwendungen wie Streaming von Audio- und Videodateien oder bei der Videotelefonie hat das Siemens-Gerät die Nase vorn. Der Download von Multimedia-Dateien funktioniert zwar bei beiden Geräten problemlos, doch nur das Gerät von Siemens spielt die Daten, beispielsweise einen heruntergeladenen Film, schon während des Downloads ab. Die Nutzer des Nokia-Gerätes blicken während des gesamten Downloads nur auf eine Weltkugel und wissen nicht, ob der Download überhaupt funktioniert. Wesentliches Aushängeschild für UMTS-Dienste ist die Videotelefonie, doch das Nokia 7600 ist dafür gar nicht ausgerüstet. Siemens hingegen installierte zwei Kameras - eine vorn und die andere hinten am Gerät - um das Telefonieren mit Blickkontakt zu ermöglichen.

Auch bei der Verarbeitung und Handhabung kann Marktführer Nokia nicht punkten. Mit dem fast quadratischen Format und den seitlich um das Display angeordneten Zifferntasten hatten die Testpersonen Probleme. So sind fast immer beide Hände zur Bedienung notwendig. Selbst langjährige Nokia-Nutzer hatten Schwierigkeiten mit der Tastatur. Die Optik erinnerte die Tester zudem eher an einen "Gameboy" als an ein Handy. Dass das U15 von Siemens ziemlich groß und schwer ist, störte die Handy-Tester jedoch nicht. Das solide Gerät wecke das Vertrauen des Benutzers, meinten sie.

Nokia spielt seine Stärken in der Benutzerfreundlichkeit von Diensten aus, die auch mit den heute üblichen GSM-Handys möglich sind: Fotografieren und Versenden von Bildern oder kurzen Videos via Multimedia-Messaging (MMS). Bei Nokia finden sich alle Funktionen zur Bildaufnahme und Weiterverarbeitung übersichtlich im Menü "Kamera" angeordnet. Hier kann der Nutzer entscheiden, ob er ein einfaches Foto schießen oder sich als Regisseur eines Kurzfilms betätigen will. Siemens hingegen versteckt die Videofunktion im Menü "Multimedia" und nicht im Menü "Kamera", wo die meisten Nutzer sie erwarten. Im "Kamera"-Menü findet sich lediglich die Option, Standbilder zu schießen. Auch beim Betrachten bereits erstellter Bilder macht es Siemens seinen Kunden schwerer als notwendig. Angezeigt werden lediglich die Namen der Bilder, bei Nokia erscheinen dagegen schon kleine Vorschaubildchen auf dem Display.

Geht es an den Versand der erstellten Fotos und Videos, bietet das Nokia-Gerät seinem Nutzer Infrarot, Bluetooth (Kurzstreckenfunk) und MMS an. Der Versand via MMS bei Nokia klappte selbst bei ungeübten Nutzern sofort. Mit dem Handy von Siemens können Nutzer Daten auch per E-Mail versenden. Das Verfassen der Mails funktioniert dank des E-Mail-Clients fast genau so wie am heimischen Rechner.

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