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07.09.2001

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UMTS: Vodafone warnt vor zu großen Erwartungen

UMTS: Vodafone warnt vor zu großen Erwartungen
Alles nur Bluff? Beim Start im Jahr 2003 wird der Mobilfunk der dritten Generation bei weitem nicht so schnell sein wie bisher angenommen. Mit dieser Warnung hat der weltgrößte Mobilfunk-Betreiber Vodafone am Freitag die Fachwelt aufgeschreckt. Damit könnten mit UMTS weder Videos oder andere multimediale Dienste via Handy angeboten werden, berichtet die "Financial Times Deutschland". Angepeilt war ursprünglich eine Rate von 144 Kilobit pro Sekunde. Nun reduzierte der britische Konzern dem Bericht zufolge seine Planungen auf 64 Kilobit. Bei der deutschen Vodafone-Niederlassung war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen. Dagegen berichtet die Zeitung weiter, dass sich Vodafone von der geringeren Bandbreite Kosteneinsparungen bei den Investitionen in die UMTS-Technologie verspreche. Damit bestehe die Gefahr, dass sich das neue Verfahren noch langsamer durchsetzen wird als befürchtet, weil es sich nicht mehr von dem jetzigen Mobilfunkstandard GPRS unterscheide. Diese Technologie werde gerade eingeführt und steh für eine ähnlich rasche Geschwindigkeit. Die Einschätzung von Vodafone spiegele die Kundenbedürfnisse wieder, die jüngst in einer Studie der Business School der University of Cambridge und der Unternehmensberatung AT Kerney festgestellt worden seien, heißt es weiter. Demnach wollen die meisten Kunden die mobilen Internet-Angebote nicht nutzen, die durch UMTS möglich werden. Die anderen Mobilfunkbetreiber in Deutschland halten dem Bericht zufolge daran fest, mit dem UMTS-Start eine Geschwindigkeit von mindestens 128 Kilobit pro Sekunde anzubieten. Ein Sprecher des Marktführers [D1} sagte, das Unternehmen biete 2003 eine Daten-Transferrate von 144 kbit/s an. Bei E-Plus hieß es, "wir starten mit 128 kbit/s". Viag Interkom will den Ausbau und die Geschwindigkeit der UMTS-Netze den Kundenbedürfnissen anpassen.

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